24.06.2010
Johlende Kids, entspannte Eltern
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Eine Familie und ihre Urlaubswünsche unter eine Hut zu bringen, ist nicht immer einfach. Die Kinder wollen baden, Papa will mit dem Mountainbike die Berge erklimmen, Mama am liebsten ein bisschen in der Stadt flanieren und sich danach eine Fußmassage gönnen. All diese Wünsche werden im amiamo Familotel Zell am See erfüllt.
Kreativität fördern
Das heutige Kerngebäude wurde bereits 1956 als Ferienheim für VW-Mitarbeiter von Professor Ferdinand „Ferry“ Porsche und seiner Schwester Louise Piech gebaut. Es folgten Um- und Zubauten sowie 1978 die Umwidmung in ein Urlaubshotel für Familien, das Dagmar und Georg Hörl, eine Salzburger Hoteliersfamilie, pachteten und 1997 das Gebäude samt 10.0000 Quadratmetern Gelände von der Familie Porsche-Piech kauften. Gleichzeitig erfolgte als erstes österreichisches Haus der Beitritt zur Hotelkooperation Familotel. Heute zählt das Vier-Sterne-Hotel amiamo mit 45 Zimmern laut welt-online.de zu einem der zehn weltbesten Familien-und Kinderhotels.
„Wir haben drei Bereiche geschaffen, um die Bedürfnisse der ganzen Familie abzudecken: Das Babynarium ist, wie der Name schon sagt, für die jüngsten Besucher.
Im Ambini sind die Kids von drei bis zwölf Jahren Könige, egal ob beim ganztägigen Spiel- und Spaßprogramm oder in der „Cool World“ auf dem großen Außenspielbereich mit Matsch- und Sandplatz. Und im Amicalma – Fitness- und Wellnessbereich mit Finnischer Sauna, Außenpool und Schwallduschen – relaxen die Eltern“, erklärt Direktorin Elisabeth Brenner.
Sie leitet seit drei Jahren die Geschicke des Hauses, in dem sich alles um die Bedürfnisse der Babies und Kleinkinder dreht. Es gibt von der Babynahrung über kindergesicherte Steckdosen, Babybadewanne, Toilettensitze, Fläschchenwärmer bis zur Spielecke mit Puppenküche im Speisesaal und einer Gästewaschküche einfach alles.
„Die Kinder werden an sechs Tagen pro Woche professionell betreut. Bei uns arbeiten speziell ausgebildete Baby- und Kleinkinderbetreuerinnen, die die Kleinsten – von Geburt bis ein Jahr und von ein bis drei Jahren maximal zweimal drei Stunden pro Tag umsorgen. Wir bieten heuer während der Sommerferien erstmals ein altersgerechtes Teenie-Programm mit eigenen Animateuren. Wir wollen die Kreativität der Kinder fördern und arbeiten hier mit einer Künstlerin aus der Region zusammen. Sie wird mit den Kindern töpfern und Speckstein bearbeiten“, so Brenner.
Der Trend zur Natur spiegelt sich auch in der Kulinarik wider: Küchenchef Rupert Riess, der seit 12 Jahren dem Hotel treu geblieben ist, verarbeitet hauptsächlich Produkte aus der Region – so gibt es etwa zum Frühstück ein weich gekochtes Bio-Ei. Fertigprodukte findet man in der Ries´schen Küche mit Sicherheit nicht. „Wir bieten unseren Gästen eine Mischung aus Buffet und Wahlmenü. Die Kinder können nach Lust und Laune am Kindertisch Platz nehmen, sich am Kinderbuffet bedienen oder mit den Eltern mitessen“, erklärt Brenner das Verpflegungskonzept. Inkludiert im Preis sind alle antialkoholischen Getränke für Groß und Klein.
Urlaub splitten
Das Kinderhotel ist ein Ganzjahresbetrieb mit zweimal fünf Wochen Renovierungspause jeweils vor Saisonbeginn. „Wir haben zirka 40 Prozent Stammgäste, wobei wir zwischen Sommer- (30 Prozent) und Wintergast (50 Prozent) unterscheiden. Unsere Gäste, die im Sommer kommen, können sich oft nicht vorstellen, bei uns ihren Winterurlaub zu verbringen, obwohl wir gleich an der Piste liegen, und das gilt auch umgekehrt. Durch unsere eindeutige Spezialisierung als Kinder- und Familienhotel, können wir gezielt diese Zielgruppe ansprechen und kommen so auf eine Auslastung von 80 Prozent.
Der deutsche Gast hat bei uns einen Anteil von 75 Prozent, der heimische Gast von 15 Prozent, wobei wir in den letzten drei Jahren das Segment Österreich um zehn Prozent steigern konnten. Hier hat sich das Urlaubsverhalten in den letzten Jahren doch verändert. Der Sommerurlaub wird in eine Woche Meeraufenthalt und eine Woche Urlaub in den Bergen gesplittet“, berichtet Elisabeth Brenner. Das Angebot im amiamo ist auf eine Woche Urlaub aufgebaut.
„Insbesondere im Winter möchten wir, dass der Gast eine Woche bucht. Im Sommer können wir die Wochenbuchung nicht durchziehen und müssen die Lücken mit Kurzurlaubern füllen“, sagt Brenner. Das Personal für die Sommersaison – das Kinderhotel amiamo hat insgesamt 40 Mitarbeiter, davon fünf Lehrlinge – kommt überwiegend aus der Region. „Ich habe heuer nur in regionalen Zeitungen Stelleninserate geschaltet, über das AMS Hilfskräfte gesucht und habe im Team bis auf wenige Ausnahmen nur heimisches Personal“, betont die Hoteldirektorin.
Irene Stelzmüller

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