09.09.2010
Zimmermädchen, ade!
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Die Anforderungen haben sich in Bezug auf Kundenservice, individuelle Dienstleistung für den (Stamm)Gast stark verändert“, ist NRAbg. Franz Hörl, ÖVP, überzeugt. Es brauche daher ein neues Berufsbild. Modernes Housekeeping könnte mit entsprechenden Ausbildungsangeboten ein attraktives, sehr vielseitiges Berufsspektrum bieten und in den Regionen eine Vielzahl an flexiblen Arbeitsplätzen schaffen. „Moderner Tourismus braucht ausgezeichnete und vor allem flexible Dienstleistung, um bei den Gästen attraktiv bleiben und im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Daher müssen wir neue Berufsbilder erkennen und fördern.
Sozialpartner gefordert
Die Sozialpartner sind gefordert, Konzepte zu entwickeln, wie ein entsprechendes Berufsbild und die dazugehörende Ausbildung aussehen könnten“, erklärt Hörl. Viele Hotelbetriebe suchten etwa jedes Jahr händeringend nach Housekeeping-Fachkräften, so der Tiroler Wirtschaftsbund-Abgeordnete. „Das Aufgabengebiet, das früher vom ‚Zimmermädchen‘ erledigt wurde, ist mittlerweile zum anspruchsvollen ‚Housekeeping‘ geworden. Die Aufgaben reichen von umfassender Pflege von Zimmern bis hin zu Managementaufgaben in der Organisation und Mitarbeiterführung im Bereich Hauswirtschaft“, weiß Hörl.
Allein bei der Zimmerpflege sei heute schon umfassendes Wissen über Pflege einer hochwertigen Einrichtung – von den Zimmern bis zu den Bädern – erforderlich. Besonders in den höheren Kategorien unterscheiden sich Hotels in der Regel nicht mehr über die Ausstattung, sondern durch durchdachte, bestens organisierte und umgesetzte individuelle Dienstleistung ganz nach den Anforderungen des einzelnen Gastes. „Und hier bringen Housekeeping-Fachkräfte das notwendige Wissen und vor allem die Umsetzung ein. Das tollste Dienstleistungskonzept ist wenig wert, wenn keine engagierten und auch entsprechend ausgebildeten Fachkräfte zur Umsetzung zur Verfügung stehen“, ist der Tourismussprecher der ÖVP überzeugt.

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