Spirituosen-Verkauf in der Gastronomie
Wer hat eigentlich zum ersten Mal kennerhaft den Duft eines edlen Destillats eingesogen, prüfend die Klarheit des Getränkes bewertet, genussvoll die ersten Tropfen über die Zunge rollen las-
sen …? Wir wissen es nicht!
Soweit sich der derzeitige Forschungsstand überblicken lässt, beginnt die Geschichte des destillierten alkoholischen Getränks, des „brennenden Wassers“, im Italien des 12. Jahrhunderts. Natürlich kannten andere Kulturkreise schon lange vor dieser Zeit verschiedene Arten der Destillation.
Das Destillieren von Obstprodukten ist ein Teil der Kultur von Ländern, die an die Alpen oder ihre Ausläufer grenzen. Vor Jahrhunderten wurde von Ungarn über das Elsass bis hin in die Normandie Obst verarbeitet, wobei immer die Verwertung – vor der Veredlung – im Vordergrund stand. Ausnahmeprodukte wie Calvados oder Grappa haben eine wesentlich längere Tradition als unser Obstbrand.
In heimischen Obstanbaugebieten, dem Herzen der Schnapsproduktion, wird leider das Obst teilweise noch immer verwertet und nicht veredelt. Das erklärt auch die großen Preisunterschiede am Markt. Wenn jemand sein Obst „wertlos“ (Kosten für den Wareneinsatz gibt es nicht, da das Obst ohnehin im Garten wächst) verwertet, ist das Produkt natürlich wesentlich billiger als jenes eines „Unternehmers“, der beispielsweise für eine Tonne Himbeeren um die Euro 3.500,– bezahlt. Und aus dieser Tonne Himbeeren erhält man bescheidene 30 Liter trinkfertigen Schnaps!
Ende der 1990er-Jahre gaben einige Pioniere den Startschuss zum „Qualitätsbrennertum“. Verschnittwaren mit Zuckerzusatz waren nicht mehr gefragt. Dem Boom der „100 % Destillate“ – reine Destillate, gewonnen aus vergorenem Fruchtalkohol, ohne Zusatz von Zucker und Aromen – stand nichts mehr im Wege.
World-Spirits Tipp 1
Spirituosen-Kalkulation
Beim Wein hat sich in der Gastronomie mittlerweile – zur Freude der Konsumenten – immer öfter ein fixer, statt eines prozentuellen Aufschlages etabliert. Auch exklusivere Flaschen werden so leistbar.
Dieses Genuss-Erlebnis setzt sich bisher im Bereich edler Spirituosen leider nicht fort. Hier wird großteils noch immer prozentuell kalkuliert, was bei Spezialitäten wie z. B. Himbeere, Schwarzbeere oder Whisky zu horrenden Preisen führt. Um dieser schwierigen Situation entgegenzuwirken, ist es höchste Zeit, dem Spirituosengenießer ebenfalls faire Preise anzubieten – auf Basis einer absoluten Kalkulation.
„World-Spirits“ hat für diesen Zweck ein spezielles Tool entwickelt, den „World-Spirits Kalkulator“. Damit lassen sich Preise für Spirituosen schnell und ohne Aufwand kalkulieren, überprüfen und für das eigene Archiv ausdrucken.
www.world-spirits.com