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Advertorial
Werden die Symptome berufsbedingter Hauterkrankungen nicht rechtzeitig behandelt, können sie chronisch werden und im weiteren Verlauf zur Aufgabe der beruflichen Tätigkeit zwingen.

Prävention berufsbedingter Hauterkrankungen

02.10.2019

Ein AUVA-Programm hilft, Betroffene im Beruf zu halten.

Wussten Sie, dass berufsbedingte Hauterkrankungen in Österreich die zweithäufigste Gruppe der Berufskrankheiten darstellen? Die Neuerkrankungsrate in Europa beträgt 0,5 bis 1,2 auf 1.000 Beschäftigte pro Jahr. Auch die wirtschaftlichen Folgen durch krankheitsbedingten Arbeitsausfall, Arbeitsplatzverlust und Produktionsrückgang sind hoch. Besonders betroffen sind Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den „Hochrisikogruppen“ Friseurhandwerk, Metallbranche, Reinigungs- und Pflegebranche, Gastronomie sowie im Bau- und Baunebengewerbe und in der holzverarbeitenden Industrie. 

In Österreich stehen berufsbedingte Hauterkrankungen (BK 19) an zweiter Stelle der Berufskrankheiten. Quelle: AUVA-Statistik 2018
In Österreich stehen berufsbedingte Hauterkrankungen (BK 19) an zweiter Stelle der Berufskrankheiten. Quelle: AUVA-Statistik 2018

Ursachen

Bei den Erkrankungen handelt es sich meist um Handekzeme – Entzündungen der Haut, die Bläschen bilden, häufig nässen und infolge von Hautrissen sehr schmerzhaft sein können. Hervorgerufen werden sie überwiegend durch Feuchtarbeiten, also den wiederholten Kontakt mit Wasser, Reinigungsmitteln und stundenlanges Tragen von flüssigkeitsdichten Handschuhen. In manchen Branchen spielen auch Allergene (z. B. in Haarfärbemitteln, Kühlschmierstoffen, …) bei der Entstehung von Hauterkrankungen eine große Rolle.

Ziel: Betroffene im Berufsleben halten

Werden die Symptome nicht rechtzeitig behandelt, können sie chronisch werden und im weiteren Verlauf zur Aufgabe der beruflichen Tätigkeit zwingen. Um Betroffene und deren Arbeitgeber dabei zu unterstützen, dass es erst gar nicht so weit kommt, wurde seitens der AUVA für Versicherte mit beruflich bedingten Hauterkrankungen ein spezielles, mehrstufiges Präventionsprogramm entwickelt. Dadurch steigen nicht nur die Heilungschancen, sondern auch die Chancen auf den Erhalt des Arbeitsplatzes. So profitieren nicht nur die Betroffenen selbst, deren persönliches Leid gemildert wird – auch den Arbeitgebern bringt es Vorteile, wenn Krankenstände reduziert werden und sie sich nicht auf die Suche nach Ersatz für wertvolle Mitarbeiter und deren Know-how begeben müssen.

„Gesunde Hände leisten mehr“. Die AUVA unterstützt Betroffene und deren Arbeitgeber mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket. © AUVA

Was tun?

Treten berufsbedingte Hautveränderungen auf, sollte frühzeitig der Arbeitsmediziner oder ein Hautarzt aufgesucht werden. Um bereits betroffenen Personen den Zugang zu den umfangreichen AUVA-Präventionsmaßnahmen zu verschaffen, muss die Meldung des Verdachts einer Berufskrankheit (mittels entsprechendem Formular) – durch einen behandelnden Arzt, den Arbeitgeber oder durch den Arbeitnehmer selbst – an die AUVA ergehen. Je früher die Meldung erfolgt, desto besser sind die Heilungschancen. Nach erfolgter Meldung werden umgehend aufeinander aufbauende Maßnahmen gesetzt, um die geschädigte Haut zu heilen, bleibende Schäden der Haut zu verhindern und damit dem Versicherten den Verbleib im Beruf zu ermöglichen. 

Umfangreiches Maßnahmenpaket

Die konkreten Maßnahmen umfassen individuelle Analysen und Beratungen in der AUVA-Hautsprechstunde, Allergieaustestungen und die Teilnahme am AUVA-Hautschutzseminar mit anschließender Zusammenstellung entsprechender Persönlicher Schutzausrüstung für einen zweimonatigen Arbeitsversuch. Bei schweren und komplexen Verläufen besteht darüber hinaus die Möglichkeit eines dreiwöchigen stationären Aufenthaltes an der Abteilung für Berufskrankheiten und Arbeitsmedizin der Rehabilitationsklinik Tobelbad. Die Kosten für diese Maßnahmen sowie Dienstgeberzuschüsse während notwendiger Reha-Aufenthalte und anschließender Arbeitskarenzen werden von der AUVA übernommen. 

Weitere Infos zum Präventionsprogramm finden Sie hier
Informationsfolder
Hautschutzseminar
Stationärer Aufenthalt zur Hautrehabilitation


Kontakt
Wir beraten Sie gerne! 

Wenn auch Sie von den vielfältigen Präventionsangeboten und Services der AUVA profitieren wollen, schreiben Sie uns einfach Ihr Anliegen per Mail an sichereswissen@auva.at 
Besuchen Sie auch unseren Info-Blog „sichereswissen.info“. Hier informieren die Präventionsexpertinnen und -experten der AUVA-Landesstelle Wien regelmäßig über aktuelle Themen und Tipps im Bereich Prävention und Arbeitnehmerschutz

Original erschienen am 02.10.2019: Bauzeitung.

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