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Fußball-EM – auch etwas für Frauen?

19.05.2016

EM-Serie, Teil 5: Was kann der Gastronom oder Hotelier bieten, um Public Viewings auch für Frauen attraktiv zu machen – nämlich solche, die sich nicht für Fußball interessieren? Wie zieht man so einen Event auf? Macht das überhaupt Sinn? Gastbeitrag von Tourismusberaterin Bettina Steiner-Spies.

Bald beginnt die Fußball-EM 2016! Während Fußballbegeisterte schon in den „Startlöchern“ stehen und den Spielstart am 10. Juni 2016 herbeisehnen, stehen Hote-liers sowie Gastronomen vor der Frage: Wie gehe ich mit diesem Event um? 
Abgesehen von der Entscheidung, ein Public Viewing zu organisieren: denn die Frist für die Einreichung der Lizenz ist bereits am 6. Mai abgelaufen. 

Großevents als Lockmittel

Jene Betriebe, die eine Lizenz erworben haben, machen keine Unterscheidungen zwischen Frauen und Männern. Denn sie sprechen klar die Zielgruppe der Fußballbegeisterten an. Und gerade Großevents wie beispielsweise eine Fußball-EM oder -WM locken auch viele Frauen in Public-Viewing-Locations. Dabei ist das Motiv, eine solche Location zu besuchen oft nicht das Fußballmatch an sich, sondern vor allem das Gesamtkonzept – außergewöhnliche Location, Großbildleinwand, Sound, gutes F&B-Konzept, Flirtfaktor, von Gleichgesinnten umgeben zu sein und die Partystimmung.

Gastronomen und Hoteliers, die keine Public-Viewing-Lizenz erworben haben, können immer noch entscheiden, ob sie ihr Lokal oder Hotel zur fußballfreien Zone erklären oder ob sie kleinere, lizenzfreie Fußball-Veranstaltungen für ihre Gäste organisieren. Möchte der Hotelier oder Gastronom von dem Sportgroßevent profitieren, reicht es meistens aber nicht, nur einen Fernseher aufzustellen. Viele Männer, und durchaus auch Frauen, sind am beliebten runden Leder interessiert. Aber es gibt auch genügend hartnäckige Frauen, die sich für diesen Sport so gar nicht begeistern können. Um genau diese Frauen zu erreichen, gilt es, ihnen – abseits vom Fußballthema – verlockende Angebote zu schnüren.

Paar-Angebote

Beispielsweise könnte man spezielle Paar-Angebote entwickeln: Während die Männer in einer abgeschotteten Fußballzone ihrer Leidenschaft nachgehen können, dürfen sich Frauen über eigene Verwöhnangebote freuen. So könnten Paare zumindest die Zeit vor dem Anpfiff und nach dem Spiel-ende zusammen verbringen. Zudem könnte man sich im F&B-Bereich dem EM-Thema sehr behutsam nähern, indem man beispielsweise ein französisches Menü während der EM auf die Karte setzt. Oder man bietet je nach Match ein Menü der gegeneinander spielenden Länder inklusive korrespondierender Getränke an.

Selbstverständlich ist es auch immer eine gute Idee für die Ferien- und Wellnesshotellerie, ihr Haus zur EM-Fieber-freien Zone zu erklären und spezielle Frauen- und Freundinnen- Angebote zu kreieren – frei nach dem Motto: „Liebe Männer, lasst eure Frauen in unserem Haus urlauben, wir verwöhnen sie mit fantastischen Schönheits- und Wohlfühlprogrammen, und ihr könnt in Ruhe die Match-Abende genießen.“ 
Welches Konzept das richtige ist, würde ich mit jedem Gastronom oder Hotelier in Einzelgesprächen und auch Workshops mit dem gesamten Team gemeinsam erarbeiten. Ob EM-frei oder nur ein Touch von EM hängt von den unterschiedlichsten Faktoren ab – wie generelle Zielgruppe, Budget, Art des Betriebes etc. 

Eindeutige Positionierung

Mein persönliches Fazit zu diesem Thema ist: Egal ob EM-Zone oder EM-freie Zone – als Hotelier oder Gastronom ist es wichtig, sich eindeutig zu positionieren und seinen Gästen klar zu vermitteln, welche Zielgruppe man anspricht und was Mann und Frau sich während dieser speziellen Zeit erwarten dürfen. Nicht jeder Veranstalter muss die EM thematisieren. Genügend Frauen und wahrscheinlich auch manche Männer würden sich auch über EM-freie Tourismusbetriebe freuen. Denn, wer sich gar nicht für Fußball interessiert, dem wird man die EM auch nur schwer schmackhaft machen können. Und andere wiederum wären schon glücklich, wenn es zumindest Alternativen zum Fußballschauen geben würde.

Bettina Steiner-Spies
... ist selbstständige Tourismusberaterin und steht Managern, Führungskräften sowie dem gesamten Unternehmen als direkte Beraterin oder Mitarbeiterin auf Zeit zur Verfügung. 
M office@bs-kompetenz.at 
T +43/699/199 351 63 
www.bs-kompetenz.at

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