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„Agrarphotovoltaik ist, wenn Schafe und Sonne Grünlandflächen gemeinschaftlich nutzen“

07.11.2019

Das Potenzial der Landwirtschaft erkennen und mit einer Doppelnutzung von Agrarflächen dem Klimawandel die Stirn bieten. Eine Presseaussendung des Österreichischen Bauernbundes

Ressourcen doppelt genutzt: Bisher galt für Agrarflächen entweder Nahrungsmittelproduktion oder Stromerzeugung mittels Photovoltaikanlage. Ein Vorzeigeprojekt aus Oberösterreich zeigt jedoch, dass Landwirtschaft und Stromerzeugung auch neben- oder besser gesagt übereinander funktionieren können. „Große Dachflächen oder Freiflächen auf landwirtschaftlichen Betrieben eignen sich sehr gut für eine Nutzung von Photovoltaik-Anlagen. Außerdem können Betriebe die Energie zu einem großen Teil direkt nutzen. Relativ neu ist hingegen die Variante der Doppelnutzung. Auf ein und derselben Fläche können Schafe weiden und grüne Energie erzeugt werden“, so der Bauernbund-Präsident Abg. z. NR DI Georg Strasser im Zuge der Besichtigung einer Freiflächenphotovoltaik-Anlage in Trosselsdorf im Mühlviertel. 
Angesichts der knapper werdenden Agrarflächen muss weitergedacht werden. Forschung und Wissenschaft zeigen, dass es sowohl für die extensive als auch für die intensive Bewirtschaftung Möglichkeiten einer Doppelnutzung gibt. „Der Klimaveränderung müssen wir mit Innovation in der Landwirtschaft entgegentreten. Ich sehe die Landwirtschaft dabei nicht als Problem, sondern als wesentlichen Teil der Lösung. Solche Pilotprojekte sollen deshalb als Anreiz für landwirtschaftliche Betriebsführer dienen“, erklärt Strasser, der vor einer grasenden Schafherde stehend auch auf einen ausgewogenen Mix aus Erneuerbaren Energien hinweist und hinzufügt: „Die Bäuerinnen und Bauern können als Energielieferanten zur Decarbonisierung des Systems beitragen, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Diese sind vorrangig zu schaffen und gleichzeitig müssen wir einen breiten Mix an Erneuerbaren Energieträgern anstreben.“

 

Ertragszuwachs bei Doppelnutzung
Agrarphotovoltaik darf die Produktion von österreichischen Lebensmitteln und den Naturraum nicht einschränken. Mit den bisher erforschten Konzepten zur Doppelnutzung könnten die Erträge der landwirtschaftlichen Urproduktion erhalten bzw. sogar gesteigert werden.  „Wenn wir unsere knapper werdenden Ressourcen wie Grünland- oder auch Ackerflächen effizienter nutzen, gelingt die Energiewende schneller. Dabei steht für mich insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung unserer Betriebe im Fokus. Nur eine wirtschaftlich intakte Land- und Forstwirtschaft kann die Herausforderungen der Zukunft auch stemmen“, fordert der Bauernbund-Präsident diese zukunftsträchtigen Entwicklungen seitens der öffentlichen Hand auch entsprechend zu unterstützen.
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