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Der Fleischpreisindex lag im November bei durchschnittlich 160 Punkten und damit etwas unter dem revidierten Wert für Oktober.

FAO-Lebensmittelpreisindex: Weiterer Rückgang im November

12.12.2018

Die Rohstoffnotierungen sind überwiegend rückläufig - nur Zuckerpreise legten im November zu. 

Der FAO-Lebensmittelpreisindex sank im November 2018 auf 160,8 Punkte. Das waren um 2,1 Punkte oder 1,3% weniger als im Oktober und um 15 Punkte (8,5%) weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit lag der Index auf dem niedrigsten Stand seit Mai 2016. Dies teilt die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) nach Angaben von Dow Jones News mit. Der Indexrückgang ist das Ergebnis sinkender Pflanzenöl-, Milch- Fleisch- und Getreidepreise, während die Zuckernotierungen anzogen. Der Lebensmittelpreisindex der FAO basiert auf monatlichen Preisänderungen bei einem Korb von international gehandelten Agrarrohstoffen. Der FAO-Getreidepreisindex lag im November im Schnitt bei knapp 164 Punkten, was einem Minus von 1,7 Punkten (1,1%) gegenüber Oktober und von 11 Punkten (-7,1%) gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Weizenpreise wurden laut FAO vom großen Exportangebot gedrückt, während der verschärfte Exportwettbewerb die Maispreise unter Druck setzte. 

Pflanzenölindex auf Zwölfjahres-Tief
Der Index für Pflanzenöle lag im Schnitt bei 125,3 Punkten und somit um 7,6 Punkte (5,7%) unter dem Niveau des Vormonats. Damit war der Index den zehnten Monat in Folge rückläufig und fiel gleichzeitig auf ein Zwölfjahres-Tief. Der Rückgang spiegelt die sinkenden Preise im gesamten Pflanzenölsektor wider. Die internationalen Palmölnotierungen verzeichneten einen deutlichen Rückgang, was sowohl auf die anhaltend hohen Lagerbestände in den führenden Exportländern als auch auf den jüngsten Rückgang der globalen Mineralölpreise zurückgeführt wird. Gleichzeitig schwächten sich die Kurse für Soja- und Sonnenblumenöl ab, da es in den USA, der EU und mehreren Schwellenländern reichlich Vorräte gibt und die Produktionsaussichten in der Schwarzmeerregion positiv sind. 

Milchprodukte: Großes Angebot drückte auf die Preise 
Der FAO-Preisindex für Milchprodukte lag im November bei 175,8 Punkten und war damit um 6 Punkte (3,3%) niedriger als im Vormonat. Der Index setzte demnach seinen Abwärtstrend den sechsten Monat in Folge fort. Damit lag er um 13,9% unter seinem Wert im November 2017 und um 18,3% unter seinem Höchststand in diesem Jahr. Im November sanken die internationalen Preisnotierungen für Butter, Käse und Vollmilchpulver, was auf große Lagerbestände bei gleichzeitig erhöhter Verfügbarkeit von Exportware, insbesondere aus Neuseeland, zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu erholten sich die Preise für Magermilchpulver im November teilweise, als Folge höherer Importe von Käufern, die ihren kurzfristigen Bedarf decken mussten. 

Schweinefleischpreise sanken den dritten Monat in Folge 
Der Fleischpreisindex lag im November bei durchschnittlich 160 Punkten und damit etwas unter dem revidierten Wert für Oktober und 7,4% unter dem Vorjahresmonat. Im Berichtsmonat gaben die internationalen Notierungen für Geflügel-, Schweine- und Schaffleisch weiter nach. Die Schweinefleischpreise sanken den dritten Monat in Folge, die Ursachen dafür dürften das große Exportangebot aus den wichtigsten Erzeugerregionen und die anhaltenden Handelsbeschränkungen aufgrund des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest sein. Die Preise für Geflügelfleisch standen aufgrund der schwachen Nachfrage weiterhin unter Druck. Im Gegensatz dazu erholten sich die Rindfleischpreise nach fünf Monaten mit Abschlägen leicht, unterstützt durch ein etwas begrenztes Spotangebot und eine hohe Nachfrage aus Asien. 

Der FAO-Zuckerpreisindex übertraf im November mit 183,1 Punkten das Vormonatsniveau um 7,7 Punkte oder 4,4%. Der Anstieg der Zuckernotierungen spiegle vor allem die Entwicklung in Brasilien wider, wo die Produktion im Süden nach aktuellen Schätzungen um 27% unter dem Vorjahr liegen dürfte. Darüber hinaus sei der Anteil des Zuckerrohrs zur Zuckerherstellung von 47,4% im Jahr 2017 auf 35,8% gesunken, weil der Großteil der Rohrernte mittlerweile in die Ethanolproduktion fließe, so die FAO. Die Senkung der brasilianischen Benzinpreise im vergangenen Monat habe jedoch einen weiteren Anstieg der Zuckerpreise verhindert, indem sie einen Teil des Zuckerrohrs von der Ethanolproduktion wieder wegführte.

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