Direkt zum Inhalt
28 verpackte Käsekrainer, darunter sechs aus Putenfleisch und neun mit dem AMA-Gütesiegel, wurden im März eingekauft und untersucht.

Gute Noten für Käsekrainer

26.07.2018

Käsekrainer, Österreich beliebteste Grillwürstel, haben bei einer Überprüfung in Sachen Zutaten, Geschmack und Keime fast durchwegs mit guten Noten abgeschnitten. Nur ein Produkt bekam von den Testern des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und AMA-Marketing ein "Nicht zufriedenstellend".

28 verpackte Käsekrainer, darunter sechs aus Putenfleisch und neun mit dem AMA-Gütesiegel, wurden im März eingekauft und untersucht. In der Kategorie Pute schnitt "Hütthaler", bei Hofer erhältlich, am besten ab. Bei den klassischen Würsten hatten "Holzbauer" (Interspar) und die Bio-Mini-Käsekrainer "Ein gutes Stück Heimat" (Lidl) die Nase vorn. Einzig "Clever"-Käsekrainer von Merkur und Billa wurde mit einem "nicht zufriedenstellend" bewertet. Laut VKI und AMA waren diese wegen krankmachender Keime nicht mehr genusstauglich und hätten nicht mehr verkauft werden dürfen. Dazu der Konzern Rewe: "Aktuell befindet sich der Artikel für die jährliche mikrobiologische und sensorische Untersuchung wieder in einem akkreditierten Labor. Sollten hier auch nur die geringsten Abweichungen auftreten, werden wir natürlich umgehend reagieren."

Beim Einkauf von Käsekrainern gibt es ein paar Dinge zu beachten: "Es ist ein heikles Produkt, das man nicht Spazieren nehmen oder im Auto liegen lassen sollte. Es sollte am besten durchgehend gekühlt werden", sagte Birgit Beck, Ernährungswissenschafterin des VKI bei der Pressekonferenz. Der verwendete Käse war meistens Emmentaler, in zwei Würsteln befand sich aber Schmelzkäse, der bereits wegen negativen gesundheitlichen Folgen in der Kritik stand. Einigen Produkten enthielten Pökelsalz. Darauf zu achten sei deshalb wichtig, "weil man gepökelte Sachen nicht allzu oft essen sollte", meinte Beck. Dass Käsekrainer an sich nicht gerade Schlankmacher sind, ist bekannt. Im Test lieferten die Würste zwischen 174 kcal bis 388 kcal pro 100 Gramm. "Wer Energie und Fett sparen, will greift besser zu Pute", erklärte Beck. Diese haben im Schnitt 100 kcal pro 100 Gramm weniger, als die klassischen Produkte, da sie einen Fettanteil von nur 14 Prozent besitzen.

Laut der Roll-AMA-Marktforschung wurden 2017 etwas mehr als 20.000 Tonnen Würsteln in Österreich verkauft. Demnach liegen Würstel nach Schweinefleisch auf Platz zwei der Beliebtheitsskala. 95 Prozent der Produkte wird aus dem Selbstbedienungsregal erworben. "Deshalb sind Kennzeichnungen wie das Gütesiegel für den Konsumenten wichtig, um sich orientieren zu können", sagte Martin Greßl von der AMA. "Bei uns muss ein hoher Teil an Muskelfleisch enthalten sein, wir verbieten fremde Fette wie Palmöl sowie Verdickungsmittel wie Mehl, Stärke und Johannisbrotkernmehl. Auch darf nur echter Käse verwendet werden."

Werbung

Weiterführende Themen

Experten betrachten die Produktionserweiterung beim AMA-Fleisch als geeignete Strategie für heimische Bauern zur Verteidigung des Heimmarktes.
Thema
06.02.2018

Ab sofort trägt das gesamte Schweinefleisch- und ab März auch das komplette Rindfleisch-Programm in 1.000 Billa-Filialen und 132 Merkur-Märkten das AMA Gütesiegel.

DI Josef Plank, Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich, sieht im Wandel der Essensgewohnheiten auch ein großes Chancenpotenzial.
Thema
11.12.2017

Josef Plank, der Bergbauernsohn aus dem niederösterreichischen Mostviertel, referierte  beim AMA Forum in seiner Funktion als Generalsekretär der Landwirtschaftskammer Österreich über die Folgen ...

Dass nur zwei Prozent der Schweine "bio" gehalten werden ist darauf zurückzuführen, dass Schweinefleisch im Lebensmittelhandel noch immer als Billigprodukt verkauft wid.
Thema
08.09.2017

Der Markt für Biolebensmittel wächst langsam, aber stetig - und auf vergleichsweise niedrigem Niveau. Lediglich 180 Euro gab ein Durchschnittshaushalt 2016 für "bio" aus.

Marketing
24.08.2017

Der Werberat hat ein Büchlein der AMA kritisiert, in dem Kindern die Produktion von Fleisch erklärt werden soll. Nach einer Beschwerde von Tierschützern forderte das Ethikgremium den Stopp der ...

Thema
04.07.2017

Michael Blass wurde als Geschäftsführer der AMA Marketing GesmbH bestätigt.

Werbung