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Gutes bewahren, Neues entwickeln

08.11.2017

Der amtierende Geschäftsführer der Bonusfleischer und seine Nachfolger im Gespräch mit der Fleischerzeitung.

Karl Wegschaider (Mitte) übergibt die Geschäftsführung der Bonusfleischer GmbH im nächsten Jahr an Florian Traxler (li.) und Wolfgang Lintinger (re.).

Herr Wegschaider, was waren die maßgeblichen Kriterien bei der Suche nach Ihren Nachfolgern? Wegschaider: Ernsthaftigkeit und volles Engagement für die Interessen der Bonusfleischer und Bonusmetzger, uneingeschränkte Bereitschaft, die Gruppe in der bisher gewohnten Art weiterzuführen, ausreichendes Fachwissen sowohl im praktischen, viel wichtiger aber noch im kaufmännisch-kreativen Bereich und schlussendlich auch die Fähigkeit, neue Ideen zu entwickeln und den einen oder anderen neuen Weg zu beschreiten.

 

Und Sie sind fündig geworden!

Wegschaider: Ja. Ich bin überzeugt, dass ich mit Wolfgang Lintinger und Florian Traxler zwei Herren gefunden habe, die diesen Anforderungen weitestgehend entsprechen. Beide kommen aus der Metro und haben unsere Gruppe in den letzten Jahren in der Funktion als Lieferant kennengelernt. Beide haben jeweils im elterlichen Betrieb einige Jahre lang mitgearbeitet und in dieser Zeit die Anforderungen und Probleme der Klein- und Mittelbetriebe kennengelernt. Sie waren von Beginn der ersten Gespräche an zielorientiert und hatten keinen Zweifel daran gelassen, dass sie mit vollem Engagement bei der Sache sind und sich dieser Herausforderung aus ganzem  Herzen stellen werden.

 

Wie sehen die Herren Lintinger und Traxler den Zugang zur Gruppe der Bonusfleischer?

Lintinger: Die umfassende Berufserfahrung, die wir uns bisher sowohl in praktischen als auch in theoretischen Belangen aneignen konnten, macht uns zuversichtlich, die umfangreichen und vielfältigen Aufgaben, die mit der Übernahme der Bonusfleischer-Gruppe auf uns zukommen werden, zu bewältigen und die Gruppe der Bonusfleischer in eine positive Zukunft führen zu können.

Traxler: Der Mix aus Selbstständigkeit und Unselbstständigkeit, letztere in internationalen Großkonzernen wie Metro und Philips Österreich, hat uns die Gelegenheit gegeben, die Unterschiede zwischen eigentümergeführten Unternehmen und Konzernen hautnah zu erleben und zu erfahren.

 

Was sind Ihre ersten Vorhaben?

Lintinger: Wir wissen um die Anliegen von kleinen und mittleren Unternehmen sehr gut Bescheid, da wir mit diesen in unseren eigenen Unternehmen konfrontiert waren und diese nur zu gut kennengelernt haben. Nichts desto trotz müssen wir die speziellen Themen, Anliegen und Sorgen der Fleischer- und Metzgerbranche und speziell jene der Bonusfleischer noch besser kennenlernen und verstehen, um gemeinsam mit den Mitgliedern der Gruppe der Bonusfleischer an den richtigen bzw. wichtigen Themen und Inhalten für die Zukunft arbeiten zu können.

Traxler: Daher sind wir gerade dabei, die einzelnen Betriebe und Bonusfleischer vor Ort zu besuchen, diese persönlich kennen zu lernen und uns nach dem Motto „Durch’s Reden kommen die Leit‘ z’samm“ einen ersten groben Überblick über die Situation in den Betrieben zu verschaffen.  

 

Haben Sie schon Vorstellungen, wo Sie neue Akzente setzen wollen?

Lintinger: Wir wollen den Gesprächen mit den Bonusfleischern nicht vorgreifen und werden uns erst, nachdem wir uns vor Ort ein Bild machen konnten, über die nächsten Schritte, Projekte und Themen, denen wir uns künftig widmen werden, im Detail und in Abstimmung mit den Bonusfleischern Gedanken machen.

Traxler: Dass es seitens der Bonusfleischer in den Bereichen Marketing- und Vertriebsunterstützung – und hier besonders im Bereich Social Media und Online Marketing – die eine oder andere Idee bzw. Anregung gibt, konnten wir bereits in den Gesprächen, die wir bis dato führen konnten, für uns mitnehmen. Hier wollen wir, vorausgesetzt die Mehrheit der Mitglieder der Gruppe der Bonusfleischer unterstützt uns bei diesen Initiativen, die eine oder andere Innovation für die Gruppe Bonusfleischer entwickeln.

 

Wie geht es jetzt weiter?

Wegschaider: Die offizielle Übergabe erfolgt im nächsten Jahr. Meine Frau Brigitte und ich werden selbstverständlich noch zwei bis drei Jahre aktiv tätig sein, um dadurch eine geordnete Übergabe absichern zu können. Gleichzeitig wollen wir auf keinen Fall die vielen freundschaftlichen Kontakte, die wir aufbauen konnten, von heute auf morgen verlieren. Für große Abschiedsworte ist es heute noch zu früh, wir dürfen die Bonusfleischer  aber bitten, den beiden Nachfolgern genauso wie uns das Vertrauen zu schenken.

Lintinger: Wir gehen mit großer Freude auf die neuen Aufgabe zu, gepaart mit einer Portion gesunden Respekts vor der anstehenden Herausforderung. Darüber hinaus wollen und werden wir die über Jahre bewährte und erfolgreiche Systematik vorerst unverändert lassen und wie gehabt fortführen.

Traxler: Erst wenn wir wissen, welche Themen, Inhalte und Dienstleistungen den Mitgliedern der Gruppe Bonusfleischer in der Zukunft wichtig sind, werden wir dort, wo notwendig und sinnvoll, Änderungen und Adaptierungen vornehmen.

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