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Thomas Meyer

Österreichs erster Kobe-Beef-Züchter

11.12.2017

Als Radrennfahrer feierte Gerhard Zadrobilek Triumphe, in der Fleischwirtschaft macht er sich als Züchter des Wagyu-Rindes einen Namen.

Auf seinem Hof in der Wienerwald-Gemeinde Laab im Walde wachsen zurzeit rund 40 Tiere dieser fernöstlichen Rasse heran, die das Fleisch für das weltbekannte Kobe Beef liefern. Die Rinder am Hofe Zadrobileks sind allesamt reinrassige Wagyu-Rinder original japanischer Abstammung. Die Marke „Kobe Beef Austria“ hat sich der Ex-radrennfahrer schützen lassen.

Wie der Quereinsteiger unter den heimischen Rinderzüchtern jüngst auf dem AMA-Forum in Spielberg berichtete, ist die Haltung der Tiere nicht komplizierter als bei den bodenständigen Rassen. Die Mast der Wagyu-Ochsen erfolgt teilweise auf seinem Hof, teilweise bei einem Partnerbetrieb. Geschlachtet werden die Tiere nach zwölf Monaten. Das rassetypische Fleisch ist extrem zart, saftig, dunkelrot und fein marmoriert. Gourmets schwärmen, das Fett des Kobe Beef zerfließe förmlich auf der Zunge.

Zadrobilek verkauft sein Superpremium-Fleisch hautsächlich an Privatkunden. Dabei spielt die Beratung betreffend die richtige Zubereitung eine entscheidende Rolle. Das Fleisch muss sehr dünn geschnitten werden, damit die besondere Fettmarmorierung jene kulinarische Sensation hervorbringt, die den hohen Preis rechtfertigt. Vereinzelt werden auch Betriebe der Haubengastronomie beliefert, aber  „da wird die Luft preislich sehr dünn“, verrät der Züchter. Aus ökonomischer Sicht extrem wichtig ist die Verarbeitung „from Nose to Tail“. Diesen Anspruch erfüllen Feinkosterzeuger, die aus dem Fleisch seiner Rinder Burger und Pasteten zubereiten. Als zusätzlichen Service bietet Zadrobilek auf seinem Hof Incentive-Kochkurse für Haubenköche an.

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