Direkt zum Inhalt
„Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht“, so Michael Riegler, Geschäftsführer der Rewe Austria Fleischwaren GmbH.

Rewe Austria Fleischwaren legt Betriebsstandort Hohenems still

28.02.2018

Mit Ende Juni wird die Produktion der Rewe Austria Fleischwaren GmbH in Hohenems eingestellt. Die Produktion der Eigenmarkenprodukte wird soweit möglich an Vorarlberger Produzenten ausgelagert.

 Der überproportionale Investitionsbedarf und das aktuelle Überangebot an Produktionskapazitäten in Österreich haben zu dieser kaufmännisch notwendigen Entscheidung geführt. Um so viel Wertschöpfung wie möglich im Land zu halten, stimmt sich die Rewe Austria Fleischwaren GmbH eng mit dem Land Vorarlberg ab. Dazu fanden bereits erste persönliche Gespräche statt. Für die 69 Mitarbeiter wird es einen Sozialplan und bei Interesse Alternativangebote im Unternehmen, z.B. bei einer der Handelsfirmen geben.

„Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht“, so Michael Riegler, Geschäftsführer der Rewe Austria Fleischwaren GmbH, „aber die Fortführung des Produktionsstandortes Hohenems ist für uns auf Grund des hohen Investitionsbedarfs, der Marktlage und des Überangebots an Produktionskapazitäten in Österreich wirtschaftlich nicht darstellbar.“

Der Betriebsstandort Hohenems produziert derzeit mit 69 Mitarbeitern exklusiv für die Rewe International AG Speck- und Wurstwaren – unter anderem der Adeg-Eigenmarke „efef“ - und gehört seit 2012 (im Zuge der Adeg-Übernahme) zu den Produktionsstandorten der Rewe Austria Fleischwaren GmbH. 2017 wurden Teile der Fleischproduktion zum internen Schwesternbetrieb in Ansfelden verlagert, nun wird per 30.06.2018 auch die Wurstproduktion stillgelegt, die Herstellung der Eigenmarkenprodukte wird zukünftig ausgelagert bzw. zum Teil vom unternehmenseigenen Produktionsbetrieb Radstadt übernommen.

In enger Abstimmung mit dem Land Vorarlberg möchte die Rewe Austria Fleischwaren GmbH dafür sorgen, dass so viel Wertschöpfung wie möglich im Land verbleibt. So könnte die Produktion der 50 verschiedenen Eigenmarkenprodukte – je nach deren Kapazitäten - an Vorarlberger Lieferanten ausgelagert werden. „Wir haben bereits erste persönliche Gespräche mit dem Land Vorarlberg geführt und werden so rasch wie möglich an potenzielle Partner in Vorarlberg herantreten“, so Riegler.

Werbung
Werbung