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Schweinemarkt KW 3: Reichlich versorgte Märkte

10.01.2019

Aktueller Marktbericht von Dr. Johann Schlederer vom 10.1.2019

  Notierungspreis Berechnungsbasis
Mastschweine € 1,37 (+/-0,00) € 1,27
Zuchten € 1,07 (+/-0,00) € 0,97

Ferkelmarkt KW 2: EUR 2,00
Durchschnittliche Preisdifferenz zum bayerischen Ringferkel pro Stück: ca. EUR 7,95

EU-Schweinemarkt: Reichlich versorgte Märkte bei weitgehender Preisstabilität
Alljährlich zeigt sich der Jänner als eine Periode mit Absatzproblemen und schwierigen Marktverhältnissen. Trotz traditionellem Jahrestiefstpreisniveau fehlt jeglicher Schwung in der Fleischbranche. Folge dessen verzögert sich quer durch die EU der Abbau der in den Feiertagswochen angestauten Überhänge mehr als den Schweinebauern recht sein kann. Trotz Angebotsdruck in Deutschland (+/-0,00) gelingt es dem Preisbildungsmodell zu stabilisieren. Dies dürfte primär dem tiefen, weit weg von der Kostendeckung liegendem Erzeugerpreisniveau geschuldet sein.

Auch in Österreich bleibt der Lebendmarkt anhaltend überaus reichlich versorgt. Aufgrund eines überdurchschnittlich hohen frischen Angebotes bleibt das Rückstauvolumen anhaltend groß. Die dadurch um teils mehrere Tage verzögerte Schlachtung drückt auch das Schlachtgewicht wieder über die 99 kg Marke nach oben. Äußerst ungünstig macht sich auch die kritisch hohe Schneelage in vielen Schigebieten bemerkbar. Eine Vielzahl von Straßensperren behindert aktuell die Frischfleischversorgung Richtung Wintertourismus. Somit ist auch in nächster Zeit an die Geduld der Mäster zu appellieren, denn aus aktueller Sicht dürfte der ganze Jänner durch Absatzverzögerungen charakterisiert sein. In Anlehnung an die vernunftgetragene Preisfestlegung in Deutschland wurde auch an der Ö-Börse der Preis auf unverändertem Niveau fixiert.

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