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Susi, Bella und Sissi waren 2018 bei Kalbinnen total angesagt – bei den Buben ist Max der Renner im Stall.

Susi & Max - das waren 2018 die beliebtesten Namen im Rinderstall

07.03.2019

Die Rinderdatenbank RDV hat auch heuer wieder die Trendnamen im Kuhstall zusammengefasst. 2018 waren Susi und Max die beliebtesten Namen. 

Für das Jahr 2018 steht es wieder fest in der österreichischen Rinderdatenbank RDV: Susi ist erneut der beliebteste Kälbername im Jahr 2018. Es folgen die klingenden Namen Bella, Sissi, Lilli, Heidi und Lisa. Nach einer aktuellen Auswertung der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter (ZAR) haben im Jahr 2018 auf den österreichischen Kontrollbetrieben 576.000 Kälber das Licht der Welt erblickt. Ist bei den Mädchen Anna am Beliebtesten, so liegt dieser bei den Kälbern nur an 43. Stelle. Bei den männlichen Kälbern führen wie schon im Vorjahr Max, Willi und Moritz die Bestenliste an. Die Langform von Max, nämlich Maximilian, ist 2018 auch der meistgetaufte Burschenname. Die aktuell lebenden Milchkühe auf den heimischen Bauernhöfen heißen am häufigsten Susi, Bella, Sissi, Alma, Heidi und Laura. Die Namensvielfalt ist dabei sehr hoch. Bei den Kälbern gibt es rund 30.000 verschiedene Namen oder in manchen Fällen einfach nur Bezeichnungen.

Jedes Kalb erhält spätestens sieben Tage nach der Geburt eine eindeutig identifizierbare Lebensnummer, die in Form von Ohrmarken beidseitig eingezogen wird. In den meisten Fällen wird den Kälbern auch gleich ein Name vergeben, der meistens einen Bezug zur Mutter hat. Heißt die Mutter beispielsweise Susi, so wird dem Kalb meistens ein Name mit ihrem Anfangsbuchstaben gegeben, wie zum Beispiel Sissi oder Sonne.

Kleine Strukturen in Österreich

In Österreich sind die tierhaltenden Betriebe vor allem im internationalen Vergleich noch immer sehr klein strukturiert. Der heimische Rinderbestand beträgt aktuell 1,912 Mio. Tiere und sank seit der letzten Zählung damit wieder um 1,6%. Besonders der trockene und heiße Sommer 2018, der zur Folge hatte, dass auch weniger Futter für die Tiere zur Verfügung stand, hat sich bei diesem Rückgang bemerkbar gemacht. Ebenso ist die Zahl der Rinderhalter um 2,4% auf 57.853 Betriebe zurückgegangen, was damit dem seit Jahren anhaltenden Trend des fortschreitenden Strukturwandels entspricht. Der wirtschaftliche Druck auf diese Familienbetriebe wird größer, ebenso die Bestände in den Betrieben. Durchschnittlich halten diese 18 Milchkühe oder 33 Rinder. Die ZAR setzt jedenfalls alles daran, den Rinderstandort Österreich langfristig durch Innovationen und Investitionen in praxisorientierte Forschungsarbeit, durch Bildungsmaßnahmen sowie durch Werbeaktivitäten in den verschiedenen Absatzmärkten aufrechtzuerhalten.

Tinder für Rinder - Susi findet Max: Der Anpaarungsplaner OptiBull

Damit sich Susi und Max auch finden, gibt es seit geraumer Zeit den Anpaarungsplaner OptiBull. Damit kann der Bauer direkt über das Smartphone den passenden Max für seine Susi ausfindig machen. Das Programm greift dabei auf die Zuchtwertdatenbank der Zentralen Arbeitsgemeinschaft österreichischer Rinderzüchter zu und sucht anhand der genetischen Informationen und nach den Wünschen des Züchters den idealen Stier für seine Nachzucht. Und die Auswahl an hübschen Vätern ist groß: Für die Kühe oder Kalbinnen sind derzeit in der zentralen Zuchtwertdatenbank über 50.000 potenzielle Anpaarungspartner mit detaillierten genetischen Informationen hinterlegt. In vielen Fällen ist sogar ein Foto dabei. Das Programm erfreut sich in der Rinderzucht zunehmender Beliebtheit. Etwa 4.000 Betriebe nützen aktuell diese Online-Anpaarungshilfe für ihre Kühe.

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