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WK Wien bietet Unternehmen Vorsorge-Tipps für Blackouts

15.10.2019

Nach einer Störung im Festnetz von A1, die Mitte Oktober dazu geführt hat, dass auch Notfallnummern zeitweise nicht erreichbar waren, werden jetzt auch alle weiteren Notfall-Szenarien im Falle des Falles durchgedacht. Vor allem ein Ausfall der Stromversorgung kann weitreichende Folgen haben. Wir alle verlassen uns auf die sichere Versorgung mit Strom. Was aber, wenn es zu Ausfällen kommt?  Zwei Drittel der Unternehmen gaben bei einer Blitzumfrage der WK Wien an,  dass sie nicht für einen möglichen Blackout vorgesorgt haben. Gleichzeitig waren 77 Prozent schon von einem Stromausfall betroffen. Und nur 10 Prozent halten einen Blackout für „Nicht wahrscheinlich“.

Wir alle verlassen uns auf die sichere Versorgung mit Strom. Was aber, wenn es zu Ausfällen kommt?  Zwei Drittel der Unternehmen gaben bei einer Blitzumfrage der WK Wien an,  dass sie nicht für einen möglichen Blackout vorgesorgt haben. Gleichzeitig waren 77 Prozent schon von einem Stromausfall betroffen. Und nur 10 Prozent halten einen Blackout für „Nicht wahrscheinlich“.
 „Wir nahmen das als Anlass, um unsere Unternehmen seit Anfang des Jahres aktiv in diesem Bereich zu servicieren“, sagt Stefan Ehrlich-Adám, Obmann der Sparte Industrie in der WK Wien. „Die Blackout-Gefahr ist wegen Umwelteinflüssen und dem rasanten Ausbau des europäischen Energiesystems in den letzten Jahren gestiegen. Gerade im Winter bei Kälteeinbrüchen steigt die Wahrscheinlichkeit für Stromausfälle. Die WK Wien bietet darum Vorsorgetipps für Unternehmen.“ 
 
Folgen des Blackouts
Das gesamte private und berufliche Leben ist auf Energiequelle aus Strom aufgebaut. Wenn diese nicht mehr zur Verfügung stehen, bleiben Verkehrsmittel und Aufzüge stehen, Betriebsmittel, Computer, Arbeitsgeräte und Beleuchtung fallen aus. Die wirtschaftlichen Folgen eines Blackouts wären fatal: Würde an einem Wochentag um 9 Uhr der Strom im gesamten Bundesgebiet für 24 Stunden ausfallen, würde der volkswirtschaftliche Schaden für Österreich bei 1,2 Milliarden Euro liegen. Wien wäre überproportional betroffen: Der Schaden für eine Stunde Ausfall würde sich mit 20 Millionen Euro zu Buche schlagen, der gesamte Tag (24h) mit rund 250 Millionen Euro. In den Unternehmen selbst würden Arbeitsgeräte nicht mehr funktionieren, das Telefonnetz wäre lahmgelegt, auch Heizungen würden nicht mehr funktionieren. Nach und nach käme der ganze Betrieb zum Erliegen.
 Bei der zuverlässigen Energieversorgung sind die Wiener Netze aber ein internationaler Vorreiter. Mit 99,99 Prozent Versorgungssicherheit liegt unser Stromnetz klar über dem europäischen Durchschnitt. So waren die Kunden von 2015 bis 2017 durchschnittlich nur rund 27,31 Minuten pro Jahr – von insgesamt 526.000 Minuten – unversorgt. „Panik ist also nicht angebracht“, so Stefan Ehrlich-Adám. „Aber die richtige Vorsorge schützt vor Unnanehmlichkeiten.“

Checklisten für Unternehmer
Die Sparte Industrie der Wirtschaftskammer Wien hat die Broschüre „Sicher bei Blackout – Hintergründe, Informationen und Tipps für Unternehmer“ herausgegeben. Darin enthalten ist auch eine Checkliste für Präventivmaßnahmen. Hier ist die Info-Broschüre mit Präventivmaßnahmen für Ihr Unternehmen zum Download

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