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Hoher Preis bei lokalen Produkten kein Problem

25.07.2019

Eine neue Studie aus den USA zeigt: Ein hoher Preis bei regionalen Produkten ist aus Sicht vieler Konsumenten kein Hinderungsgrund. Im Gegenteil: Der Preis gilt sogar als überaus wichtiges Qualitätsmerkmal.

Ein hoher Preis bei regionalen Produkten ist aus Sicht vieler Konsumenten kein Hinderungsgrund. Dieser wird oft sogar als wichtiges Qualitätsmerkmal wahrgenommen, das die Kaufentscheidung positiv beeinflussen kann. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Indiana University Kelley School of Business und drei anderen US-Universitäten. Unternehmen, die auf Regionalität setzen, sollten das bei der Preisgestaltung und Vermarktung berücksichtigen, raten die Autoren.

Lokale versus globale Identität

„Konsumenten tendieren dazu, den Preis dafür heranzuziehen, um die Qualität eines Produktes zu beurteilen”, erklärt Ashok Lalwani, Professor für Marketing an der Kelley School of Business. Dieser Zusammenhang werde dann schlagend, wenn es sich um regionale Erzeugnisse handelt. „Wenn man höherpreisige Waren anbieten und vermarkten will, sollte man also vor allem versuchen, die lokale Identität von potenziellen Käufern anzusprechen", meint der Wissenschaftler. Eine Möglichkeit, die Konsumenten zum „lokalen Denken” zu animieren, sei etwa, lokale Kultursymbole in der Werbung einzusetzen.

Was für einen höheren Preis gilt, treffe umgekehrt aber auch auf besonders günstige Angebote zu, wie Lalwanis Studienergebnisse aufzeigen: „Discount-Geschäfte sollten ihre Kunden nicht dazu anregen, den Preis eines Produkts direkt mit dessen Qualität in Verbindung zu bringen. Ihnen würde es viel eher helfen, wenn sie versuchen, die globale Identität anzusprechen. Auch das sollte in der Werbung berücksichtigt werden, um bestimmte wirtschaftliche Ziele zu erreichen.”

Fehlendes Wissen bei Firmen

Für ihre Untersuchung führten die Forscher rund um Lalwani zahlreiche Interviews, zwei Feldstudien und sieben Experimente durch und werteten Unmengen sekundärer Daten aus. Die Interviews mit 15 hochrangigen Führungskräften namhafter „Fortune 500”-Unternehmen zeigten deutlich, dass die meisten Firmen zwar mittlerweile ein Bewusstsein dafür entwickelt haben, dass es in Bezug auf die Preisgestaltung einen Unterschied macht, ob man ein Produkt als lokal oder international positionieren möchte. „Es fehlt jedoch an Wissen, welche Strategien am besten funktionieren. Unsere Studie kann hier eine echte Hilfe sein”, so Lalwani.

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