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2004 neuerlicher Tourismus-Rekord für Wien

21.01.2005

Das nicht unerwartete Rekordergebnis 2004 ist erfreulich üppig ausgefallen: Wien verzeichnete im Vorjahr insgesamt 8.429.000 Nächtigungen, was ein Plus von 6 % bedeutet.

Damit ist die Wiener Tourismuswirtschaft ihrem im Wiener Tourismus-Konzept festgelegten Ziel, bis 2010 auf 10 Millionen Nächtigungen zu kommen, einen wesentlichen Schritt nähergekommen. Heuer wird intensiv daran gearbeitet, diesen positiven Trend zu erhalten und - gleich bleibende internationale Rahmenbedingungen vorausgesetzt - noch um 1 bis 2 % zuzulegen. In 'Greater Vienna', der Region Wien samt Umlandgemeinden, die in internationalen Vergleichen relevant ist, überschritten die Nächtigungen 2004 erstmals die 9-Millionen-Grenze.

Das Jahresergebnis 2004 von 8.429.000 Nächtigungen, zu dem der
Dezember 694.000 Übernachtungen (- 1,3 %) beitrug, ist gekennzeichnet
von zweistelligen Zuwächsen nicht nur aus den Fernmärkten USA (+ 16
%) und Japan (+ 19 %), sondern auch aus Großbritannien (+ 15 %),
Spanien (+ 23 %), der Schweiz (+ 12 %) und Frankreich (+ 12 %).
Deutschland (+ 4 %) und der Inlandstourismus (+ 1 %) legten ebenfalls
zu, lediglich Italien (- 3 %) und die GUS (- 5 %) blieben unter den
Nächtigungszahlen 2003. Die GUS zeigt allerdings ein uneinheitliches
Bild: Die Nächtigungen dieser Staatengemeinschaft werden seit Mai
2003 nach Mitgliedstaaten getrennt ausgewiesen, dabei zeigt sich,
dass die Nächtigungen aus Russland 2004 von Mai bis Dezember um 22 %
anstiegen, und der Gesamtrückgang aus der GUS vor allem auf die
Ukraine zurückzuführen ist. Dort ist es für das reisewillige Publikum
seit etwas über einem Jahr sehr schwierig geworden, ein Visum nach
Österreich zu erhalten, was sich entsprechen ausgewirkt hat.

Ebenfalls nur von Mai bis Dezember liegen Vergleichszahlen für
China vor, doch diese sind mit einem Zuwachs von 32 % äußerst
erfreulich. Gut zulegen konnte Wien auch in anderen Hoffnungsmärkten:
Aus den Arabischen Ländern in Asien stiegen die Nächtigungen 2004 um
38 %, und auch die neuen EU-Länder in Zentral- und Osteuropa brachten
positive Ergebnisse: Polen + 7 %, die Slowakei + 26 %, Slowenien + 3
%, Tschechien + 14 % und Ungarn + 5 %.

Zwtl.: Umsätze der Hotellerie legten noch stärker zu als Nächtigungen

Von Wiens hervorragendem Jahresergebnis 2004 profitierten die
Hotels aller Kategorien mit Ausnahme der einfacheren Betriebe. Die
durchschnittliche Bettenauslastung der Wiener Hotellerie stieg 2004
auf 56,2 % (1 - 12/03: 54,2 %), was einer Zimmerauslastung (sie wird
in Österreich nicht erhoben) von etwa 67,6 %
entspricht. An der erfreulichen Entwicklung haben Billigfluglinien,
allen voran die Air Berlin, sowie die Flugpreispolitik von Austrian
Airlines, aber auch das starke Aufkommen aus den Fernmärkten
entscheidenden Anteil. Neue Attraktionen wie die Albertina, das
Liechtenstein Museum, das Sisi-Museum in der Hofburg sowie Joe
Zawinuls Jazz-Club Birdland haben das ihre dazu beigetragen, denn sie
alle sind vom internationalen Publikum sofort begeistert aufgenommen
worden.

Die Umsätze der Hotellerie liegen derzeit erst von Jänner bis
November 2004 vor, doch es ist jetzt schon abzusehen, dass die
Steigerung bei ihnen noch deutlich höher sein wird als bei den
Nächtigungen. Mit insgesamt 303.148.000 Euro wurde in den
vorliegenden elf Monaten bereits eine Umsatzsteigerung von 9,3 %
erzielt. Mit diesem Teilergebnis ist der gesamte Umsatz des
Vergleichsjahres 2003 schon bis auf 1,1 Millionen Euro eingebracht.
Denn obwohl die Nächtigungen im Oktober und November 2004 knapp unter
den Werten von 2003 lagen, haben sie bei den Umsätzen Rekorde
gezeitigt, und zwar mit stattlichen Zuwächsen von jeweils mehr als 9
%.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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