Direkt zum Inhalt

2006 viertes Rekord-Jahr in Serie für Tourismus in Wien

22.01.2007

Allen Anlass zur Zufriedenheit hatten Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder und Tourismusdirektor Mag. Karl Seitlinger bei der Präsentation der Wiener Tourismus-Bilanz 2006 am vergangenen Freitag.

"Mozart hat uns das vierte Rekordjahr in Serie beschert", so Rieder, "und noch dazu das mit der größten Steigerungsrate: Ein Nächtigungsplus von 6,7 %, das ist in absoluten Zahlen ein Zuwachs von rund 590.000 Nächtigungen, hat Wien 2006 auf insgesamt 9,4 Millionen Gästenächtigungen gebracht. Berücksichtigt man auch die Umlandgemeinden, wie in internationalen Vergleichen üblich, so ergibt das 10 Millionen Nächtigungen für 'Greater Vienna'. Noch beeindruckender hat sich der Netto-Umsatz der Wiener Hotellerie entwickelt. Die Zahlen dafür liegen derzeit erst für die Periode Jänner bis November vor, doch sie zeigen mit einem Plus von 11, 2 % eine beinahe doppelt so starke Entwicklung wie die Nächtigungen."

Für Wiens neuerliches Rekord-Ergebnis war laut Rieder "das Mozart-Jahr ein sehr wichtiger, aber nicht der alleinige Erfolgsfaktor. Weiters beigetragen haben ein genereller Boom im europäischen Städtetourismus, die EU-Ratspräsidentschaft in der ersten Jahreshälfte 2006, eine dynamische Entwicklung des Kongressgeschäftes und die Tatsache, dass Wien schon seit einiger Zeit sehr im Trend liegt, wie die Serie an Rekorden ja deutlich zeigt. Unserem mit dem Wiener Tourismuskonzept verfolgten Ziel von jährlich 10 Millionen Nächtigungen im Jahr 2010 sind wir nun schon sehr nahe gekommen, doch das, was uns noch davon trennt, darf man nicht unterschätzen: Wie im Spitzensport sind gerade die letzen paar Zentimeter oder Hundertstelsekunden die schwersten, jene für die man sich am meisten anstrengen muss. Dass es im vorgegebenen Zeitraum gelingen wird, bezweifle ich aber nicht, und ich bin stolz darauf, mitgeholfen zu haben, dieses ambitionierte Projekt umzusetzen."

Die stärksten Nächtigungszuwächse unter Wiens Hauptmärkten lieferten 2006 Österreich (+ 18 %), Frankreich (+ 14 %), die GUS (+ 12 %) und die USA (+ 11 %). Steigerungen gab es auch aus Italien (+ 1 %) und Großbritannien (+ 5 %). Unter dem Jahresniveau 2005 blieben die Übernachtungen aus Deutschland (- 1 %), Spanien (- 3 %), Japan (- 8 %) und der Schweiz (- 2 %). Von den Hoffnungsmärkten liegen die neuen EU-Länder in Zentral- und Osteuropa (Ungarn, Tschechien, Slowenien, die Slowakei, Polen, Baltische Staaten) deutlich über dem allgemeinen Trend: Die Nächtigungen von dort weisen durchschnittlich eine 11-prozentige Steigerung auf, und der durchschnittliche Netto-Nächtigungsumsatz stieg um 15 %. Eine beachtliche "Vorleistung" auf seinen zu Jahresbeginn erfolgten Eintritt in die EU erbrachte Rumänien mit insgesamt 138.000 Nächtigungen, was einen Zuwachs von 53 % bedeutet.

Von dem positiven Jahresergebnis, zu dem auch ein Rekord-Dezember beitrug (+ 7,6 % und erstmals mehr als 800.000 Nächtigungen) profitierte die Wiener Hotellerie in allen Kategorien. Der Hotelbettenstand in Wien erhöhte sich von Mai 2005 bis Mai 2006 (amtliche Erhebung per Stichtag 31. Mai) um 1.061 Betten (+ 2,5 %) auf insgesamt 43.753, dennoch stieg die durchschnittliche Bettenauslastung der Hotellerie 2006 auf 58,4 % (1 - 12/05: 56,7 %). Das kommt einer Zimmerauslastung (sie wird in Österreich nicht erhoben) von etwa 68 % gleich.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Ein Ausfallbonus soll die Tourismusbranche über Wasser halten.
Gastronomie
18.01.2021

Eine wirtschaftliche Katastrophe ist die Verlängerung des Lockdowns für Hotellerie und Gastronomie. Bis spätestens Mitte Februar braucht es darum Planungssicherheit. Der neu geschaffene ...

Zurück in die  kulinarische ­Zukunft: Die Alpine Küche bietet Touristikern und Gastronomen Geschäftschancen.
Gastronomie
15.01.2021

Die Alpine Küche ist auf dem Vormarsch. Traditionell und doch fortschrittlich. Als Gegenentwurf zur industriellen Landwirtschaft und als touristischer Hoffnungsträger. Lokale Produzenten arbeiten ...

Aus Urlaubern werden Forscher: Skispaß in Vorarlberg.
Hotellerie
14.01.2021

Ob getarnte Geschäftsreise oder "Forschungsaufenthalt" auf der Skipiste: Schwarze Schafe erweisen der Branche keinen guten Dienst.

Ohne "Reintesten" wird es auch in der Gastronomie keine Öffnung geben.
Gastronomie
14.01.2021

Gäste in Hotellerie und Gastronomie werden nach dem Lockdown einen negativen Covid-Test brauchen. Ob die Betriebe ab dem 25. Jänner aufsperren, muss bezweifelt werden. Für die Branche wäre eine ...

Gastronomie
14.01.2021

Von 18. bis 21. Jänner können Interessierte kostenlos an den virtuellen Infotagen teilnehmen und komfortabel Aus- und Weiterbildung planen.

Werbung