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2006 wird Rekordjahr für die Reise- und Tourismusindustrie

22.05.2006

Der Boom der Reise- und Tourismusindustrie hält an.
Die Ausgaben für Reisen und Tourismus stiegen 2005 gegenüber dem
Vorjahr weltweit um 5,7 Prozent auf über sechs Billionen US-Dollar.
Der positive Trend setzt sich fort: Für 2006 wird eine Steigerung von
4,6 Prozent auf 6,5 Billionen US-Dollar erwartet. In den kommenden
zehn Jahren wird die Branche jährlich um voraussichtlich rund 4,2
Prozent wachsen.

Dies ist das Ergebnis der Studie "2006 Tourism
Satellite Accounting", die der Management-, Technologie- und
Outsourcing-Dienstleister Accenture gemeinsam mit dem World Travel &
Tourism Council (WTTC) durchgeführt hat. Die Untersuchung gibt über
die weltweiten Ausgaben für Reisen und Tourismus im vergangenen Jahr
Auskunft und liefert Prognosen zur künftigen Branchenentwicklung in
174 Ländern. Durchgeführt wurde die Studie vom
Wirtschaftsforschungs-Institut Oxford Economic Forecasting (OEF).

Die jüngsten Ereignisse wie die Tsunami-Katastrophe in Südostasien
und die Bombenanschläge in London und Ägypten haben laut Accenture
und WTTC trotz ihrer lokalen Auswirkungen den weltweiten Tourismus
nicht wesentlich beeinträchtigt. "Die Reise- und Tourismusindustrie
ist von enormer Kraft und Dynamik geprägt und verhilft als Job- und
Konjunkturmotor ganzen Volkswirtschaften zu nachhaltigem Wachstum",
sagt WTTC-Präsident Jean-Claude Baumgarten.

Für 2006 stellt die Studie folgende Prognosen auf:

- Die Reise- und Tourismusbranche wird um 4,6 Prozent auf 6,5
Billionen US-Dollar wachsen.
- In den kommenden zehn Jahren wird das jährliche Wachstum bei 4,2
Prozent liegen und damit langfristig auf einer soliden Basis
stehen.
- Die Ausfuhren durch Besucher werden in Folge der wachsenden
internationalen Reisetätigkeit im Jahr 2006 um fast 900
Milliarden US-Dollar zunehmen. Dies entspricht einem Wachstum
von 6,5 Prozent.
- Der Anteil der Reise- und Tourismusindustrie am weltweiten
Bruttosozialprodukt wird 2006 3,6 Prozent betragen. Unter
Berücksichtigung aller direkten und indirekten Beiträge zur
weltwirtschaftlichen Entwicklung - zum Beispiel durch das
Wachstum tourismusnaher Branchen wie Reinigungs- und Catering-
Unternehmen - erreicht der Anteil sogar bis zu 10,3 Prozent.
- Durch die Reise- und Tourismusindustrie werden in diesem Jahr
weltweit 2,5 Millionen neue Jobs entstehen. Mit 76,7 Millionen
Arbeitsplätzen stellt die Branche damit 2,8 Prozent aller Jobs
weltweit.

Erfolg durch Nutzen der Markt- und Kundendaten

"Wollen Unternehmen in der Touristikbranche von dem
prognostizierten Wachstum profitieren, sind sie auf verlässliche
Informationen zur Marktentwicklung angewiesen", sagt Guido Haarmann,
zuständiger Partner bei Accenture. "Erfolgreich werden diejenigen
Unternehmen sein, die Markt- und Kundendaten systematisch nutzen.
Integrierte Kundenbindungs- wie auch
Planungs- und Steuerungssysteme spielen dabei eine Schlüsselrolle."

Spitzenreiter Montengro

Das Land Montenegro führt inzwischen zum dritten Mal in Folge die
"Top 10" der wachstumsstärksten Reiseländer an. Ein Grund für diese
im internationalen Vergleich höchsten Zuwachsraten liegt darin, dass
die Tourismusbranche dort nach wie vor als Schlüssel für die
wirtschaftliche Entwicklung und zusätzliche Arbeitsplätze gilt.
Indien und China belegen die Plätze zwei und drei. Mit Rumänien,
Kroatien, Lettland und Albanien sind auch vier mittel- und
osteuropäische Staaten unter den "Top 10".

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Reise- und Tourismusnachfrage 2007-2016
(in Prozent des jährlichen Realwachstums)
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1 Montenegro 10.2
2 China 8.7
3 Indien 8.0
4 Rumänien 7.9
5 Kroatien 7.6
6 Vietnam 7.5
7 Lettland 7.3
8 Malediven 7.2
9 Albanien 7.0
10 Kambodscha 7.0

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Österreich verzeichnet hohe Ausgaben und Einnahmen im
Tourismus-Bereich

Österreich belegt beim Ranking der Länder, die 2006 am meisten für
Reisen und Tourismus ausgeben werden, mit 17,4 Millionen US-Dollar
den 8. Rang.

Gleichzeitig wird Österreich den Prognosen zufolge durch Ausfuhren
der ausländischen Besucher Einnahmen im Wert von 21,6 Millionen
US-Dollar erzielen. Österreich liegt damit im internationalen
Vergleich an 10. Stelle.

Tourismus hilft beim Wiederaufbau

"Reise und Tourismus bieten Regionen wie New Orleans, das im
vergangenen Sommer unter den Verwüstungen des Hurricanes Katrina zu
leiden hatte, große Chancen zur Wiederherstellung der
wirtschaftlichen Infrastruktur. Die Bilder des Straßenkarnevals Mardi
Gras haben gezeigt, welch hohes Maß an Kraft und Vitalität unsere
Branche freizusetzen vermag. Wir haben gesehen, wie die Einwohner von
New Orleans in ihre Stadt zurückgekehrt sind", meint Baumgarten.

Die Studie "2006 Tourism Satellite Accounting" steht unter
http://www.wttc.org zum Download bereit.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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