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30 Jahre im Dienst der Hotellerie

14.10.2005

Im Rahmen des 11. hogast-Symposiums feierte die Einkaufsgenossenschaft hogast ihr 30-jähriges Bestehen.

Die hogast hat sich in den vergangenen drei Jahrzehnten kontinuierlich entwickelt und im Geschäftsjahr 2004/05 für ihre 1.527 Mitglieder einen Umsatz von mehr als 375 Mio. Euro abgewickelt. Doch nicht nur Zahlen belegen die Entwicklung der hogast. Aus der Einkaufsbündelung im F&B-Bereich ist eine schlagkräftige Organisation entstanden, die ihre Mitglieder heute im gesamten Beschaffungswesen und darüber hinaus unterstützt.

Dr. Renate Schönlieb, Vorstand der Einkaufsgenossenschaft hogast, zieht im ÖGZ-Interview über die vergangenen 30 Jahre Bilanz und wagt einen Ausblick auf die kommenden Herausforderungen.

ÖGZ: Frau Dr. Schönlieb, die hogast hat im vergangenen Geschäftsjahr wieder einen deutlichen Umsatzsprung auf 375 Mio. E geschafft und auch die Mitgliederzahl hat von 1.460 auf 1.527 kräftig zugelegt. Wie wichtig ist Wachstum eigentlich?
Dr. Renate Schönlieb: Ein gesundes Wachstum ist für jedes Unternehmen wichtig, denn es beweist, dass man auf dem richtigen Weg ist. Dennoch definieren wir uns nicht über Wachstum allein. Als Genossenschaft zählt einzig und allein, dass wir unseren Mitgliedern größt möglichen Nutzen stiften.
ÖGZ: hogast ist ja längst nicht nur mehr eine klassische Einkaufsgenossenschaft, wie das Engagement bei der Mitarbeitersuche über hogastjob zeigt. Welche Geschäftsfelder könnten in den nächsten Jahren noch dazu kommen?
Schönlieb: Anregungen für zusätzliche Tätigkeitsfelder kommen in der Regel über die regionalen Beiräte auf die Tagesordnung, aber nicht alles wird auch umgesetzt oder besteht ewig. So wurde die hogast data 1987 nach vier Jahren wieder aufgelöst und auch das hogast Training Plus wurde 1996 nach heftige Diskussionen wieder beendet. Entscheidend ist, dass unsere Tätigkeiten den überwältigenden Mehrheit der Mitglieder Nutzen stiftet. Das ist bei unserer Jobbörse hogastjob sicher der Fall, denn die Schwierigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu finden, wird in Zukunft eher zu- und nicht abnehmen.
ÖGZ: In welchen Bereichen sehen Sie in den nächsten Jahren besondere Wachstumsperspektiven?
Schönlieb: Ich denke, dass wir im F&B-Bereich schon relativ weit sind, nicht zuletzt dank unseres regionalen Gruppeneinkaufs. Für Investitionsgüter und Bereiche wie Energie, Telefonie etc. haben die Marktliberalisierungen seit dem EU-Beitritt vieles ermöglicht, aber auch hier sind wir schon recht weit. Allein im Energiebereich sparten sich hogast-Mitglieder durch die Einkaufsbündelung 1,4 Millionen Euro pro Jahr, bei den Telefoniekosten waren es 523,00 E.
ÖGZ: Wie problematisch ist eigentlich die Beziehung zu den Lieferanten. Die können über die höhere Marktmacht, die eine Einkaufsgenossenschaft hat, nicht glücklich sein.
Schönlieb: Das war in den Anfangsjahren vielleicht ein gewisses Problem. Viele unserer Lieferanten arbeiten seit Jahrzehnten sehr erfolgreich mit uns zusammen. Sie profitieren vor allem von der Bonität unserer Mitglieder, da sie beim Einkauf über uns kein Ausfallsrisiko haben.
ÖGZ: Vergangenes Jahr wurde Hotel Gastro-Pool für Unternehmen mit einem geringeren Umsatzvolumen gegründet. Wie hat sich das bis jetzt entwickelt?
Schönlieb: Mit Hotel Gastro-Pool wollen wir auch kleineren Betrieben die Vorteile unserer Einkaufsgenossenschaft bieten. Doch auch hier wollen wir behutsam, dafür aber kontinuierlich wachsen. Das bedeutet, dass auch diese Betriebe – trotz ihres geringeren Einkaufsvolumens über eine gewisse Bonität verfügen müssen. Das ist immer das Um und Auf für eine Mitgliedschaft.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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