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3.000 Euro für Muffins in Salzburgs Altstadt

01.06.2011

Das Team Carpe Noctem entschied den ersten, von Kröswang ins Leben gerufenen Gastrocontest für sich. Seine Präsentation eines Muffin-Cafés in Salzburg erreichte die höchste Punktezahl von zehn Konzepten, die im Finale vorgestellt wurden

Vanessa Hasenauer, Svenja Haferl, Sabine Stütz und Nina Hummel von der 4TC der Tourismusschule Klessheim setzen sich als Team „Carpe Noctem“ gegen neun Mitbewerber durch. Mag. Manfred Kröswang überreicht ihnen für ihr Projekt den Siegercheck in Höhe von 3.000 €. Die betreuende Lehrerin der Tourismusschule Klessheim, Prof. Mag. Karin Kilian, zeigte sich vom „Gastrocontest“ und den daraus resultierenden Möglichkeiten für den Unterricht begeistert

Das Projekt, das sich das Großhandelsunternehmen Kröswang hier vorgenommen hat, ist in jeder Hinsicht eine Herausforderung. In ganz Österreich sollten Tourismusschulen dazu gewonnen werden, sich an einem „Gastrocontest“ zu beteiligen. Und dieser Wettbewerb sollte es in sich haben. Im Laufe eines Schuljahres sollte in Teams mit maximal sechs Teilnehmern Projekte für innovative Speiselokale erarbeitet und in allen Details ausgefeilt werden: Finanzplan, Standort- und Einrichtungskonzept, Personalkonzept, Speisen- und Getränkeangebot sowie Marketingkonzept und Zusatzleistungen.

Der augenscheinlich hochprofessionelle Ansatz und die damit verbundene Arbeit von Schülern und Lehrern sollte sich aber auch auszahlen. Krös­wang legte insgesamt 11.500 € in den Topf, der an die Preisträger ausgezahlt werden sollte.

Der Plan ging auf: 41 Teams aus zehn Tourismusschulen meldeten sich zur Premiere des „Gastrocontests“ an und absolvierten nach dem vorgegebenen Zeitplan die einzelnen Aufgabenstellungen. Runde für Runde bewerteten jeweils mehrere Experten kritisch die vorgelegten Arbeiten. Am 23. Mai ging schließlich anlässlich der Kröswang-Hausmesse in Grieskirchen die finale Präsentation der zehn besten Schülerteams aus den Vorrunden über die Bühne.

Der Tag der Wahrheit
Jede Gruppe hatte 15 Minuten Zeit, um die Expertenjury von ihrem Konzept zu überzeugen. Diese bestand aus den beiden Top-Gastronomen Heiner Raschhofer und Robert Seeber, Gastronomieberaterin Mag. Petra Kumpfmüller, ÖGZ-Chefredakteur Dieter Koffler sowie Mag. Manfred Kröswang. Beurteilt wurden die Projekte insbesondere aus dem Blickwinkel eines potenziellen Investors. Bewertet wurden Originalität der Idee, Stimmigkeit des Konzeptes, Kreativität der Präsentation und vor allem die Erfolgs­chancen bei einer konkreten Umsetzung. Die vergebenen Punkte wurden mit den in den Vorrunden erzielten zusammengespielt und führten damit zum abschließnden Ranking des „Gastrocontests“.

Dolce far Niente
Mit der am besten bewerteten Präsentation schob sich das Team Carpe Noctem aus der Tourismusschule Salzburg Klessheim in einem sehr knappen Finale von Platz 2 noch auf Platz 1. Die Tourismusschüler legten den Businessplan für „Dolce far Niente“ am Bürgerspitalplatz Salzburg vor, ein Kaffehausmodell, das sich auf Muffins in der ganzen Bandbreite von süß bis pikant spezialisiert. Die Jury war von dem „sehr guten und durchdachten Konzept“ überzeugt, daher gab es auch viele Punkte für die Erfolgschancen, was letztendlich den Sieg brachte. Die Gastrocontest-Gewinner erhielten von Mag. Manfred Kröswang einen Scheck über 3.000 Euro.

Himmel und Hölle
Den zweite Platz erkämpfte sich das Team KasPressKnödel von der Innsbrucker Tourismusschule Villa Blanka. Die Tiroler haben mit ihrem Projekt Heaven’n’Hell ein Themen- bzw. Erlebnisrestaurant konzipiert, das in der Innsbrucker Rotunde beheimatet sein soll. Die Jury war von der professionellen und kreativen Show-Präsentation ebenso beeindruckt wie von einem Konzept von internationalem Format, dessen Umsetzung über den gewählten Standort hinaus absolut schlüssig erscheint. Die tolle Leistung war für die Innsbrucker 2.000 Euro wert, derselbe Betrag, den Krös­wang auch für Rang drei ausschüttete.

Ein Dreieck als Dritter
Diesen und damit den dritten Stockerlplatz eroberte das Team The Daleth von der Wiener Tourismusschule Modul. Die Schüler kombinieren in ihrem Konzept Restaurant, Lounge und Quick-Business-Bereich, bieten mithilfe diverser Eyecatcher außergewöhnliche Eindrücke und verbinden das mit einer außergewöhnlichen Kulinarik. Es folgt konsequent einem Dreiecksgedanken, der sich auch in der Wahl des Namens – Daleth ist der hebräische Begriff für Dreieck – widerspiegelt. Die Jury lobte das ausgefeilt entwickelte Konzept für die Wiener Innenstadt.

OnTop of Vienna und Couch Potatoe
Das Team OnTop von der Tourismusschule Bad Hofgastein landete auf Platz 4. Das Lokal befindet sich im oberste Stock des Millennium-Towers in Wien, ist ausschließlich auf die Büros abgestellt, setzt auf ein definiertes Ernährungskonzept und bietet neben dem Restaurantbetrieb auch ein Lieferservice direkt in die Büros des Hochhauses. Auf Platz 5 liegt das Team Couch Potatoe, ebenfalls aus Bad Hofgastein, das die Kartoffel in den Mittelpunkt ihres Speisenangebotes stellt. Beide Teams erhielten jeweils einen Scheck über 1.000 Euro.

Höchstes Niveau
Im Rahmen der Siegerehrung wurde von der Jury das extrem hohe Niveau der Konzepte hervorgehoben. Heiner Raschhofer zeigte sich beeindruckt, wie viel Arbeit die Schüler in ihre Präsentationen gesteckt haben. Robert Seeber sah mit Genugtuung, wie viel Potenzial im heimischen Tourismusnachwuchs steckt. Initiator Mag. Manfred Krös­wang freute sich besonders, dass so viele Schüler beim ersten Wettbewerb dieser Art teilnahmen und kündigte die Fortsetzung des Gastrocontests im Schuljahr 2011/12 an.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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