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Covid bremst die Reiselust - vor allem bei den ausländischen Gästen.

40 Prozent weniger Tourismus-Nachfrage

10.06.2021

Trotz Aufholeffekten wird es heuer weniger Tourismusnachfrage geben als vor der Krise. Das Wifo schätzt das Minus auf 40 Prozent. 

Leichte Erholung zeigt der Tourismus, aber die Zahlen bleiben heuer noch weit unter dem Niveau vor der Krise. Das weitgehende Ausfallen des Wintertourismus könne vom Sommertourismus nur teilweise kompensiert werden. Für 2021 wird die Nachfrage laut Wifo die um über 40 Prozent niedriger ausfallen als 2019. Auch der Sommertourismus bleibt um 16,5 Prozent unter dem Vorkrisenniveau.

Im Vergleich zu 2020 wird es 2021 österreichweit im Sommer um 22,5 Prozent mehr Übernachtungen geben, schätzt das Wifo. Damit bleiben die Nächtigungen aber immer noch um rund 16,5 Prozent unter denen des Sommers 2019. Vor allem die Monate Mai bis Juli werden deutlich unter früheren Werten bleiben, während sich die Nächtigungen von August bis Oktober "dem Niveau des Jahres 2019 langsam nähern".

Fehlende Auslandsgäste

Ein Problem für den heimischen Tourismus ist weiter das teilweise Ausbleiben der internationalen Gäste, deren Nachfrage im Sommerhalbjahr immer noch um ein Viertel unter dem Vorkrisenniveau bleiben dürfte, erwartet das Wifo.

Das wären in Summe etwa 42 Mio. Nächtigungen. Die Nächtigungen der Österreicherinnen und Österreicher dürften hingegen im Vergleich zum Rekordwert von 2019 noch einmal um 2,5 Prozent zulegen, auf rund 23,9 Mio. Nächtigungen. Inländer kämen damit auf 36,2 Prozent der Nächtigungen, was zwar etwas weniger wäre als im Coronasommer 2020 aber deutlich über einer Normalsaison (2019: 29,5 Prozent).

 

Auch die regionalen Unterschiede bleiben spürbar. Wien kann für die Sommersaison nur mit etwas mehr als der Hälfte der früher üblichen Übernachtungen rechnen, während das Burgenland, Kärnten und die Steiermark nur mehr geringe Verluste im Vergleich zu Vor-Coronazeiten einfahren dürften. In den übrigen Bundesländern erwartet das Wifo Einbußen zur Normalsaison von rund 11,5 bis 18 Prozent.

Autor/in:
APA – Austria Presse Agentur / Redaktion
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