Direkt zum Inhalt
Das Restaurant der Zukunft verbindet Hightech mit Bio-Romantik. 

7 Thesen zur Zukunft der Gastronomie

23.02.2016

Die Internorga hat das Gottlieb Duttweiler Institute Zürich mit einem Thesen-Papier zu der Zukunft von Restaurants beauftragt. Das ist dabei herausgekommen:

These 1 - Digitalisierung: Die Digitalisierung revolutioniert den Außer-Haus-Markt: Grenzen zwischen Retail und Gastronomie verschwimmen. Gastronomen bekommen Konkurrenz aus dem Tech-Sektor: Reservierungs-, Bestell- und Bezahlsysteme, neue Nahrungsmittel (Käse-, Fleischsubstitute aus Pflanzen) oder On-Demand-Lieferdienste lokaler Bauernhöfe. Über welchen Vertriebskanal der Gast bedient wird, ist diesem unwichtig. Für ihn zählt nur die zeitnahe Verfügbarkeit. 

These2 - Convenience: Die Qualitätsansprüche der Konsumenten und die Bedeutung von Convenience-Food steigen – die Weiterentwicklung zum Komfort-Essen prägt die Zukunft. Verbraucher wollen aber Transparenz bei Herkunft, Produktionsbedingungen, Nähr- und Zusatzstoffen von Convenience. 

These 3 - Homing: Essen zu Hause gewinnt an Bedeutung. Konsumenten nutzen neu entstehende Lieferdienste und Technologien. Je reichhaltiger, einfacher und verfügbarer die Bestellmöglichkeiten sind, desto eher wird darauf zurückgegriffen. Delivery-Food-Dienste feuern diese Entwicklung an: Sie liefern Rezepte, Zutaten oder Köche, die das Essen beim Gast zu Hause zubereiten. Traditionelle Food-Formate (z. B. Restaurants) müssen sich neu positionieren.

These 4 - Social Food: Essen wird immer mehr zum Lifestyle und zugleich Identifikationsmittel, Statussymbol und Ausdrucksmedium. Das Ambiente in Restaurants gewinnt dadurch an Bedeutung und bietet der Gastronomie Chancen, sich gegen den Trend Homing zu stellen. Restaurants werden zum Ort der Inspiration, des Wissens.

These 5 - Migration Food: Durch Migration entsteht eine Nachfrage nach kulturspezifischen Angeboten. Essen aus Asien und Afrika beeinflusst das gastronomische Angebot von morgen. Wichtig ist eine kulturspezifische Kundenansprache.

These 6 - Polarized Eating: Konsumenten verlangen nach den Bequemlichkeiten der Hightech-Food-Industrie (z. B. große Auswahl an innovativen Produkten). Gleichzeitig sehnen sie sich nach einer romantischen Welt der Bio-Produkte. Das Restaurant der Zukunft verbindet Hightech mit Bio-Romantik. 

These 7 - Markenbotschafter: Die Bedeutung einer Mahlzeit entscheidet sich im Austausch mit Gästen, nicht in der Werbung der Anbieter. Gesichter und Geschichten gewinnen an Bedeutung. Das weckt bei Gästen Vertrauen. Für das Restaurant der Zukunft sind Servicepersonal, Koch und Besitzer entscheidend.    

Die Langfassung des Thesenpapiers finden Sie hier.

Autor/in:
Alexander Grübling
Werbung

Weiterführende Themen

André Drechsel wirkt ab sofort im Tian.
Gastronomie
05.04.2018

André Drechsel wechselt vom Salon Plafond im MAK ins Service-Team des Gourmetrestaurants.

v.li.o.: Christa und Pauli Haider, Ingrid Krutzler, Günther Fuchs, Gitti Fally.
Umfrage
29.03.2018

Wir haben uns umgehört: Christa und Pauli Haider, (Illmitzer, Illmitz), Ingrid Krutzler (Genussgasthof Krutzler, Heiligenbrunn), Günther Fuchs (Tourismusschule HLTW 13, Wien), Gitti Fally ( ...

Gastronomie
23.03.2018

Die Sommelier Union Austria hat eine Umfrage zum Thema Sommelerie gestartet. Bitte nehmen Sie teil!

Gerold Ecker ist von der Ausschreibung betroffen und hat sich nicht beteiligt. Er geht gerichtlich dagegen vor.
Gastronomie
13.03.2018

Um die Neuausschreibung der Lokalflächen am Wiener Donaukanal wird gestritten, wie gast.at berichtete. Nun sind für die sechs Flächen 50 Bewerbungen eingelangt

Gerold Ecker vor dem Badeschiff: „Haben zu einer Zeit investiert, als man dafür bestenfalls belächelt wurde.“
Gastronomie
05.03.2018

Die Pachtverträge für sechs Gastroflächen zwischen Franzens- und Augartenbrücke laufen im Oktober aus. Sie wurden neu ausgeschrieben. Gleichzeitig wurde eine Fläche ohne Ausschreibung vergeben. ...

Werbung