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Abwärtstrend bei Übernachtungen gebrochen

21.07.2010

Wien. Die Saison-Zwischenbilanz der Hotellerie sieht positiv aus. Laut Klaus Ennemoser sind die Nächtigungszahlen in der Zeit von Jänner bis Mai 2010 gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent gestiegen.

Klaus Ennemoser, WKÖ-Bundesobmann des Fachverbandes Hotellerie

"Die österreichische Ferienhotellerie hat sich als absolut krisenresistent erwiesen", zeigte sich Klaus Ennemoser, Obmann des Fachverbandes Hotellerie in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), am Dienstag bei einer Saison-Zwischenbilanz im Haus der Wirtschaft  erfreut. Die heimischen Betriebe hätten mit vollem Einsatz, so Ennemoser, die Auswirkungen der weltweiten Krise mit marginalen Konsequenzen abfedern können. Insgesamt konnte bei den Nächtigungen österreichweit von Jänner bis Mai 2010 ein Plus von 1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eingefahren werden. Zu diesem Ergebnis trugen besonders die 4-Sterne- und 5-Sterne-Betriebe bei, die eine Steigerung von 4,6 Prozent verzeichneten. Die größten Einbußen gab es im Ein- bis Zwei-Sternebereich (- 4,4 Prozent). "Nach dem vergleichsweise geringen Rückgang der Nächtigungen im Krisenjahr 2009 um 1,9 Prozent, gibt uns dieses Zwischenergebnis berechtigte Hoffnung auf einen weiteren Aufwärtstrend. Die positive Rolle der 4*- und 5*-Betriebe beweist einmal mehr, dass sich Österreich als touristischer Qualitätsstandort etabliert hat", betonte Ennemoser.


Besserer Vergleich der Qualität
Als "absolute Erfolgsstory" bezeichnete der Sprecher der heimischen Hotellerie die harmonisierte Hotelklassifizierung der "Hotelstars Union", die heuer in sieben europäischen Ländern erfolgreich gestartet wurde. "Es ist mit der "Hotelstars Union", nicht zuletzt durch österreichische Initiative, gelungen, einen Meilenstein am Weg zum jahrzehntelangen Ziel der Europäischen Union nach einem einheitlichen Klassifikationssystem zu setzen", erklärte Ennemoser, der überzeugt davon ist, dass die "Hotelstars Union" bald schon weitere Mitglieds-Länder zählen wird.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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