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Air Berlin geht an die Börse

09.03.2006

Berlin/Rienesl - Bei Air Berlin sind die Würfel gefallen. Joachim Hunold, Vorstandsvorsitzender der Air Berlin, lüftete gestern das Geheimnis und gab den Börsegang der zweitgrößten deutschen Fluglinie bekannt. "Wir wollen unsere Marktchancen wahrnehmen" erklärte Hunold, der davon ausgeht, dass sich der Marktanteil der Low Cost Carrier in Europa in den nächsten Jahren noch verdoppeln wird. Erst am Vorabend der Pressekonferenz haben die bisherigen Gesellschafter, zu denen auch Hunold selbst mit einem Anteil von fünf Prozent gehört, den tatsächlichen Beschluss gefasst. Zuvor wurde die einstige GmbH & Co. KG in eine PLC (Public Limited Company), also eine Aktiengesellschaft nach britischem Recht, umgewandelt. Der tatsächliche Umfang und der Zeitpunkt des Börsegangs wird derzeit noch mit den Banken ausgelotet, angestrebt wird auf jeden Fall eine Notierung im Prime Standard der Frankfurter Börse.
Air Berlin braucht dringend frisches Kapital, um die geplanten Expansionen auch tatsächlich realisieren zu können. So soll die momentane Flotte von 54 Maschinen bis Ende des Jahres um sechs Flugzeuge erweitert werden, bis Ende des Jahres 2011 sollen es sogar 60 neue Flugzeuge sein. Darüber hinaus will sich Air Berlin noch stärker als europäische Fluglinie positionieren. Zur Zeit wird das Streckennetz in England, Spanien und der Schweiz weiter ausgebaut.
Die Ausgangsbasis für die Zukunft ist gut. Mit 13,5 Passagieren (+ 12,45 Prozent) konnte Air Berlin im abgelaufenen Geschäftsjahr seine Position als zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft hinter der Lufthansa weiter festigen. Wachstumsmotor ist nach wie vor der Einzelplatzverkauf, der mittlerweile schon 58 Prozent (+ 24,63 Prozent) des Geschäfts ausmacht. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Leasingkosten (EBITDAR) beläuft sich 2005 auf 153 Millionen Euro.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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