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Alkoholsondersteuer ist indiskutabel

09.03.2011

Wien. Auch Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien spricht klar gegen eine Alkoholsondersteuer aus.

Spartenobmann Josef Bitzinger

"Die Wiener Tourismus- und Freizeitwirtschaft stellt sich entschieden gegen eine Alkoholsondersteuer, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren", empört sich Josef Bitzinger, Obmann der Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien. "Für Wien kommt eine solche Abgabe auf keinen Fall in Frage, da wehren wir uns vehement dagegen", so Bitzinger. Wäre die Idee für sich nicht schon absurd genug, so soll sie auch noch unter dem Pseudo-Deckmäntelchen "Eindämmung des Alkoholmissbrauchs bei Jugendlichen" ans Volk verkauft werden.

 

Tankstellen und Handel ausgenommen

Dass Tankstellen in der Nacht Alkohol weiter verkaufen, ist aber in Ordnung. Und dass Jugendliche im Handel Alkohol kaufen und diesen im Privaten völlig unkontrolliert konsumieren können, ist auch in Ordnung. Aber in der Gastronomie sollen Getränke für Gäste teurer werden, die dann in Folge oft gänzlich ausbleiben. "Was soll unsere krisengebeutelte Branche noch aushalten? Und warum kümmert sich die Politik nicht endlich um die wahren Steuersünder, die Millionen und Millionen hinterziehen und lässt ordentliche Selbständige zufrieden?", fragt sich Bitzinger.

 

Förderungen statt Forderungen

Wien als Tourismusstadt Nr. 1 in Österreich kann eine solch enorme Belastung ihren Gastrobetrieben nicht zumuten. Die Wiener Gastronomie ist das Markenzeichen Wiens, sowohl für Einheimische wie auch für Touristen. Diese darf nicht zusätzlich belastet werden, wie es in letzter Zeit der Fall war, beispielsweise durch die oft notwendigen, baulichen Investitionen aufgrund des Tabakgesetzes. "Ich plädiere dafür, solch unausgegorene Schnapsideen wie eine Alkoholsondersteuer sofort zu vergessen und stattdessen neue Förderungen für die Wiener Gastronomie einzurichten", so Bitzinger.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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