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Eigentlich kein Tee, eher eine energiegeladene Suppe. So wird Matcha zubereitet: Das fein gemahlene Teepulver wird mit heißem Wasser schaumig verrührt.

Alles, was Sie über Matcha wissen müssen

30.10.2018

Matcha ist das angesagteste Tee-Getränk. Was man über das hippe „Superfood“ wissen sollte, wenn man gastronomisch in das Thema rund um das Tee-Edelprodukt einsteigen möchte.

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Matcha ist wohl derzeit das angesagteste Teegetränk. Um das grüne Pulver ist in den letzten Jahren ein regelrechter Hype entstanden, was einerseits den gesundheitlichen und andererseits den geschmacklichen Aspekten zuzuschreiben ist. Matcha ist ein schonend gedämpfter getrockneter Grüntee, der ganz fein gemahlen und mit 60 bis 80 °C heißem Wasser zubereitet wird. In der klassischen Matcha-Zeremonie wird der Tee in einer speziellen Schale mit einem Bambusbesen schaumig geschlagen.

Durch das Mahlen wird praktisch das gesamte Teeblatt konsumiert, deshalb ist der Nährstoffgehalt wesentlich höher als bei herkömmlichen Grüntees. Eine Portion Matcha hat ungefähr so viele Inhaltsstoffe wie zwei Liter Grüntee! Matcha besitzt viel Koffein, das jedoch anders wirkt als das Koffein im Kaffee, es entsteht kein Koffein-Flash, sondern die Wirkung setzt später ein und hält länger an. Hohe Anteile an der Aminosäure L-Theanin (konzentrationsfördernd, entspannend), an Antioxidantien, Vitaminen und Mineralstoffen machen den veganen Matcha zum Liebling einer vorrangig gesundheitsorientierten Konsumentenschar. Ein Matcha Latte mit einer Sojamilch enthält gerade einmal 150 kcal.

Matcha und Matcha

Der hochwertige Trinkmatcha („Ceremonial“ Matcha) ist von der Farbe her hellgrün leuchtend (jadegrün) und im Geschmack sehr mild, harmonisch, mit feinen Geschmacksnuancen von zart-bitter bis edelsüß. Trinkmatcha wird aus beschattetem Tencha hergestellt, in Granit und Steinmühlen sehr langsam vermahlen. 
Im Gegensatz dazu wird der sogenannte Kochmatcha („Culinary“ Matcha) meist aus Sencha-Blättern hergestellt. Der Matcha ist farblich blasser und weniger aromareich. Der Unterschied zum Trinkmatcha liegt meist in einer wesentlich gröberen (schnelleren) Vermahlung.
Werden die (Sencha-)Teeblätter gar nicht beschattet, so ist dies auch kein echter Matcha, sondern Grünteepulver (Micro Cha). Das Pulver ist gelblicher bis bräunlicher in der Farbe und im Geschmack eher bitter bzw. leicht scharf und etwas säuerlich. 

Die Inhaltsstoffe sind jedoch auch beim Kochmatcha ähnlich wie beim Trinkmatcha, die Geschmäcke weichen allerdings stark voneinander ab. Dementsprechend gibt es auch starke preisliche Unterschiede: Ein hochwertiger Trinkmatcha im Handel um 6 bis 8 Euro für 30 g ist einfach nicht möglich, die Topware liegt hier bei ca. 25 Euro pro 30 g und kostet auch mal 50 Euro und mehr. Auf der anderen Seite ist die Dosierung sehr gering, für einen Matcha Latte benötigt man gerade einmal ein bis zwei Gramm. 

Zeremonielles

Ein gastronomischer Einstieg in das Produkt Matcha ist denkbar einfach: Generell benötigt man nur eine gute Ware und einen Besen, den sogenannten „Chasen“, um das Getränk schaumig schlagen zu können. Schale und Bambuslöffel schauen toll aus, sind aber nicht unbedingt ein Muss. Das Einzigartige an Matcha sind aber die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, wie z. B. an der Bar für Drinks und Cocktails oder in der Küche. Als Drink sind Shakes, Smoothies, Matcha Lattes, Matcha Iced Teas und Matcha Floats (mit einer Eiskugel) beliebte Anwendungen. In der Küche kann Matcha z. B. in der Eisproduktion, in Kuchen und Keksen oder in Dips verarbeitet werden.

Autor/in:
Martin Kienreich
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