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Alltag raus, Seenurlaub rein

11.10.2006

Nicht erst durch das heurige Sommerergebnis untermauert, gibt die immer stärkere Verdrängung des Themas „Seen- und Badeurlaub“ u.a. auf Ebene der Österreich Werbung (ÖW) Anlass zur Suche nach Ursachen und Lösungen bei Gernot Riedel, Wörthersee Tourismus (WTG), und Thomas Michor, zuständig für die Region Villach-Faakersee-Ossiachersee.

„ Es kann nicht sein, dass der Badeurlaub, der für mehr als 2/3 der Gäste unserer Regionen sowie rund 25% der Österreich-Urlauber nach wie vor zentrales Urlaubsmotiv, vor allem in den Hochsommermonaten Juli und August ist, aus unserer Sicht zu wenig präsent ist“, sagen die beiden Touristiker unisono. Während es für Themen wie Winter, Kultur, Bewegung oder Wohlfühlen jeweils eigene Journale und Werbemittel der ÖW gibt, kommt der Seen-/Badeurlaub am Rande und in vereinzelten Bildbotschaften vor. „Die Seen bieten eine tolle landschaftliche Kulisse für Urlaub von Frühling bis Herbst, also für alle Bewegungsformen, das Baden kann und darf jedoch nicht zu kurz kommen und letztlich biete nicht nur Kärnten, sondern auch andere Regionen Österreichs den Badeurlaub an. Daher ist es nicht einzusehen, wieso beispielsweise der Städte- oder Kultururlaub zulasten des klassischen Sommerurlaubs forciert wird.

Eine diesbezügliche Kontaktaufnahme mit der Österreich Werbung brachte seitens deren Geschäftsführer, Dr. Arthur Oberascher, ein durchaus positives und zufrieden stellendes Ergebnis. Die Sorge von Michor und Riedel wurde angesichts der rückläufigen Sommerzahlen in vielen Urlaubsregionen nicht nur bestätigt, sondern es wurde auch ein „Seengipfel“ vereinbart, um an Lösungsansätzen für den kränkelnden Bade- und Seenurlaub zu arbeiten. Dabei wird es jedoch (nicht nur) um zusätzliche Werbemaßnahmen gehen, sondern vielmehr um die Ursachenforschung für die Rückgänge, sind sich die drei Touristiker einig. „Wenn wir dabei auf konkrete Produkt- und Imageschwächen stoßen, müssen wir gemeinsam mit Regionen, Betrieben, Land und Bund an deren Behebung arbeiten, um mittelfristig wieder steigende Zahlen verzeichnen zu können“, so Michor, „und nur durch beinharte Knochenarbeit an und mit der touristischen Basis kann es gelingen, starke Impulse für den Sommer zu setzen“, bekräftigt Riedel.

Unter Einbeziehung anderer Seenregionen und Bundesländer ist für die nächsten Wochen ein Seengipfel mit der ÖW geplant, um über die weiteren notwendigen Schritte und Maßnahmen zu beraten und zu diskutieren.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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