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Salzburg hat Almen attraktiver gemacht und will sie noch kinderfreundlicher gestalten.

Almsommer belebt Berge im Salzburger Land

29.06.2017

Mit einer eigenen Kampagne haben Salzburgs Touristiker der Alm zur Renaissance verholfen. Der „Salzburger Almsommer“ existiert nun seit gut zehn Jahren und hat sich zum touristischen Erfolgsmodell gemausert.

Mitten in der Krise des heimischen Sommertourismus war auch auf heimischen Almen immer weniger los“, erinnert sich Leo Bauernberger, Chef des Salzburger Land Tourismus. „So haben wir im Jahr 2003 bei einer Klausur im Salzkammergut unter anderem darüber nachgedacht, wie die Alm als besuchbare Destination wieder attraktiver gemacht werden kann. Einige Tage später fiel mir in einer Wiener Buchhandlung das Buch ,Almsommer‘ des Salzburger Autors Walter Mooslechner auf, und meine erste Reaktion war: Das ist es!“

1.800 bewirtschaftete Almen

Seither ist im Bundesland Salzburg viel passiert: Heute sind auf 1.800 bewirtschafteten Almen 550 Hütten für Wanderer geöffnet und verwöhnen Besucher mit Almspezialitäten. „Die langanhaltenden rückläufigen Zahlen in der Almwirtschaft konnten gestoppt werden. Dafür war es natürlich nötig, die Wanderwege zu den Almen und deren Markierung gut instand zu halten. Da haben vor allem die Tourismusverbände, aber auch die Almbauern viel geleistet. Parallel dazu haben wir an die Gastronomie appelliert, Produkte aus der Region zu verarbeiten und Rohprodukte womöglich auch direkt beim Bauern zu kaufen. Heute besteht in so manchem Spitzenhotel das Frühstückbuffet zu einem guten Teil aus Produkten von Bauern aus der Nachbarschaft“, sagt Bauernberger. Neben der Entwicklung des „Salzburger Almenweges“ wurde die Marke der Salzburger „Almsommer-Hütten“ kreiert.  Damit dürfen sich mittlerweile 172 Hütten schmücken, auf rund 60 davon kann auch übernachtet werden. Diese Hütten müssen auf Echtheit und Qualität setzen und dafür auch Kriterien erfüllen. So müssen zum Beispiel auch Tiere in der Nähe weiden, es darf keine für den öffentlichen Verkehr geöffnete Straße zur Hütte führen, auf der Alm muss Infomaterial über Wandermöglichkeiten aufliegen und beim Ausgangspunkt der Wanderung auf die betreffende Alm müssen ausreichend Parkplätze zur Verfügung stehen. Bauernberger: „Diese Hüttenwirte müssen Hygiene-Standards erfüllen wie jeder Gastwirt.“ Aktuell arbeitet man bei SLT daran, kinderfreundliche Almen besonders zu bewerben. 

Hilfreicher Zeitgeist

Leo Bauernberger räumt ein, dass auch ein Verbündeter zu Hilfe gekommen ist: „Der Zeitgeist spielt uns in die Hände. Auch im Tourismus geht der Trend wieder zum Natürlichen. Die Alm ist wieder zu einem echten Sehnsuchtsort geworden. Das ist wohl auch ein logischer Gegentrend in unserem Zeitalter der Digitalisierung.“

Die Zahlen geben den Touristikern in Salzburg recht: Die Übernachtungszahlen sind wieder gestiegen: von 9,85 Millionen im Sommerhalbjahr 2007 auf 12,57 Millionen im Sommerhalbjahr 2016 – ein sattes Plus von 27,6 Prozent! Damit ist Salzburg – abgesehen von der reinen Städtedestination Wien – das erfolgreichste Bundesland. 

salzburgerland.com/de/almsommer

Autor/in:
Gerhard Reiter
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