Direkt zum Inhalt
Der scheidende (li.) und der neue Geschäftsführer: Peter Hausberger verlässt nach 32 Jahren das Unternehmen. Auf ihn folgt Reinhard Wieser(re.).

Alpbacher Bergbahnen haben neuen Geschäftsführer

18.07.2016

Reinhard Wieser wurde von der Generalversammlung der Alpbacher Bergbahnen zum Geschäftsführer bestellt. 

Reinhard Wieser wird neuer Geschäftsführer der Alpbacher Bergbahnen. Er tritt zunächst neben dem langjährigen Geschäftsführer Peter Hausberger in die Geschäftsführung ein. Hausberger wird sich nach 32 Jahren an der Spitze des Unternehmens mit 30. November 2016 von der Geschäftsführung zurückziehen.

Reinhard Wieser ist seit über 13 Jahren in der Seilbahnbranche tätig. Zuletzt war er über vier Jahre Vorstand der Axamer Lizum AG. Schon in jungen Jahren zeigte sich Wiesers Begeisterung für den Wintersport und dessen Aufstiegshilfen. "Bis zu meinem 20. Lebensjahr war das Skifahren mein Hauptthema, die Schule machte sich für mich nur als Nebengeräusch bemerkbar", erzählt Wieser. Nach der Matura studierte er BWL an der Universität Innsbruck. Auch hier blieb er dem Skisport verbunden. Im UNI-Wettkampf-Team reiste er mit der Österreichischen Studentenmannschaft durch ganz Europa. "Ich habe dadurch viele Wintersportorte und Skigebiete gesehen. Das war eine Erfahrung, die mir einen gewissen Einblick in unsere vielschichtige Branche ermöglicht hat,“ erzählt er. Nach dem Studium machte Wieser seine Leidenschaft zum Beruf und stieg in die Seilbahnbranche ein. Als Vorstandsmitglied agierte er bis zum Jahr 2009 bei den Mayerhofner Bergbahnen. Danach war er zwei Jahre lang bei den Bergbahnen in Lermoos tätig.

100 Mitarbeiter

Mit den Alpbacher Bergbahnen übernimmt Reinhard Wieser einen Betrieb, der im Winter rund 100 Mitarbeiter beschäftigt, davon sind 35 Ganzjahresmitarbeiter, die alle aus der Region stammen. Den Zusammenschluss mit der Wildschönau sieht Wieser als großen Pluspunkt der Region. "Die Größe eines Skigebietes ist ein absolut entscheidender Faktor für den Erfolg einer Ski-Destination." Durch die Liftverbindung und die Investitionen der letzten Jahre sei das Gebiet rund um Alpbach sehr attraktiv geworden. "Hier ist bereits viel passiert und es sind wichtige Weichenstellungen getroffen worden, die uns optimistisch in die nächsten Jahre gehen lassen.“ Trotzdem müsse man auch in Zukunft Akzente setzen. „Dazu werden wir unsere Ideen einbringen aber auch versuchen, Erfahrungen und Anregungen aus der Region zu nutzen, um noch attraktiver zu werden - für Gäste und Einheimische."

Entwicklungsmöglichkeiten

Bei der Reitherkogelbahn gibt es laut Wieser noch einige Entwicklungsmöglichkeiten. "Die Höhenlage, das Gelände und die Talstation mitten im Ort bieten sehr gute Voraussetzungen, um mit neuen Attraktionen wieder mehr Gäste anzuziehen." Als größte Herausforderung nennt Wieser das Selbstbild der Region. "Mir fällt auf, dass man von außen viel besser wahrgenommen wird, als man das von innen vermutet. Aber wahre Schönheit kommt von innen. Deshalb müssen sich alle Beteiligten klar werden, welche tollen Möglichkeiten wir hier in der Region Alpbachtal Seenland haben." Zur Frage der weiteren Vorgehensweise, was den aktuell still gelegten Kramsacher betrifft, meint Reinhard Wieser: "Es gilt hier eine klare Abwägung zwischen Romantik, Emotionen und Fakten zu treffen. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Kramsach, dem Tourismusverband und der involvierten Behörde ist jedoch bis jetzt sehr konstruktiv."

Die Zukunft der Alpbacher Bergbahnen und der Region sieht Wieser jedenfalls sehr positiv. "Die Region Alpbachtal Seenland und die Bergbahnen haben die Chance, sich als eine der erfolgreichsten Tourismusregionen des Alpenraums zu positionieren und das werden wir auch machen. Davon bin ich fest überzeugt," meint Wieser. 

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
Werbung

Weiterführende Themen

Die Geschäfte sollen offen bleiben. Dafür die Türen der Privathaushalte geschlossen. Das fordert die WK Tirol.
Gastronomie
29.10.2020

Keine weiteren Einschränkungen des Wirtschaftslebens (Stichwort: Gastro-Schließungen), dafür massive Einschränkungen der privaten Freiheiten fordert die Wirtschaftskammer Tirol.

Marko Nikolic ist Vertriebschef bei „Bierol“ und kennt die heimische Bierszene gut.
Bier
24.10.2020

Die Tiroler Brauereien Bierol und Tux 1280 brauen zum Teil komplexe, ­anspruchsvolle Biere. Eine Tatsache, die deren Einzug in das bodenständige Wirtshaus nicht gerade leicht machen – doch es gibt ...

Viele Wege führen nach Ischgl. Einen Kompass für die Causa Ischgl und der Verbreitung des Corona-Virus zu finden, fällt auch nach sechs Montane schwer.
Tourismus
15.10.2020

Die Experten haben ihren Bericht gelegt. Doch die Causa Ischgl ist noch nicht abgeschlossen. Die Amtshaftungsklage gegen die Republik wurde dabei aber eher nicht befeuert.

Ein Gutschein zum Skifahren? Das ist der Plan der Tiroler AK.
Hotellerie
09.10.2020

Die Idee, einen Urlaubsgutschein an alle Österreicher zu verteilen, um die Branche zu unterstützen, ist nict neu. Nun kommt sie vom Tiroler AK-Chef  Erwin Zangerl

Tourismus
08.10.2020

Die Sorgenfalten aller Touristiker werden täglich tiefer. Aber noch ist nicht alles verloren. Es gibt genug gute Ideen, wie es trotz „stabil hoher“ Infektionszahlen mit einem Wintertourismus ...

Werbung