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Alpenbogenglühen

09.02.2007

Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW), gab im Rahmen der größten heimischen Tourismus-Fachmesse actb nun auch den offiziellen Anpfiff für die 250 ÖW-Marketingaktivitäten rund um den Globus.

Erste Offensive: Die offizielle EM-Plattform der ÖW ist online (www.austria.info/euro2008) und präsentiert Österreich und die vier Host Cities als charmante Gastgeberinnen für die Fußballfans.
„Wir werden den Alpenbogen zum Glühen bringen“, begeisterte Stolba die internationalen Journalisten im Messezentrum Wien. „Wir positionieren im Vorfeld der UEFA EURO 2008 mit speziellen Programmen und Best-of-Angeboten in den fußballaffinen Märkten Österreichs als charmantestes Urlaubsland der Welt.“ Als prominente Zaungäste fungierten Trix und Flix, die die von Schweiz Tourismus und der Österreich Werbung gemeinsam produzierte EM-Broschüre „Expect emotions“ verteilten.
Die UEFA EURO 2008 wird nicht nur die Gefühle der Fans in Wallungen versetzen, sondern auch die der Tourismusbranche. Eine Studie der WKO und des ÖFB (Österreichischer Fußballbund) rechnet mit 1 Mio. mehr Nächtigungen während der EM vom 7. bis 29. Juni 2008. Allein der Tourismus werde eine zusätzliche direkte und indirekte Wertschöpfung von 196 Mio. Euro generieren und 6.000 zusätzliche Arbeitsplätze schaffen.
250 Aktionen sind geplant
Das gesamte ÖW-Kommunikationspaket umfasst nach derzeitiger Planung und unabhängig von dem von der Bundesregierung in Aussicht gestellten Sonderbudget über 250 Aktionen mit den Schwerpunkten PR, E-Marketing, Präsentationen bei internationalen Messen und Workshops sowie die intensive Betreuung und Schulung der Reiseveranstalter. Mit dem Sonderbudget sollen Roadshows, Offensiven für die Reisebüro­branche und „Österreich kocht ein“ – eine TV-Kochserie mit den Nationalelf – umgesetzt werden.
Veranstalterverband am Ball
Die mediale Aufregung war enorm. In der Schweiz war das Gerücht aufgekommen, die UEFA plane bei der TV-Übertragung der Fußball-EM 2008 auf Fernsehgeräten in Gastronomiebetrieben 50 Euro pro Spiel und Betrieb an Lizenzgebühren einzuheben. Die Welle der Empörung, die daraufhin durch die Schweizer Medien lief, war so groß, dass sich die UEFA zur unmittelbaren Stellungnahme veranlasst sah: „Wir haben ein Communique verschickt, in dem wir klarstellen, dass für Restaurants, Hotels oder Bars keine Lizenzgebühren anfallen“, brachte der Schweizer Euro-08-Geschäftsführer Martin Kallen das Dementi auf den Punkt, und das gelte für alle Länder, in denen die Euro 08 übertragen wird.
In Österreich war zum Zeitpunkt dieser Gerüchteküche die mit den Übertragungsrechten für das Gastgewerbe befasste Institution – nämlich der Veranstalterverband Österreich – schon längere Zeit mit der UEFA in Kontakt. „Wir wollen natürlich für die Euro 08 die gleiche Lösung für die heimische Gastronomie und Hotellerie, wie wir sie für die Fußball-WM in Deutschland ausgehandelt hatten“, betont Mag. Andreas Hüttner, Geschäftsführer des Veranstalterverbandes Österreich. „Konkret geht es uns darum, dass unsere Mitglieder alle Spiele ohne Lizenzgebühren in ihren Räumlichkeiten und möglichst auch im Gastgarten für ihre Gäste übertragen dürfen und das auch ohne den administrativen Aufwand einer Meldungspflicht“, ergänzt Verbandspräsident KR Fritz Kaufmann.
Keine Kosten, keine Meldepflicht
Anders als bei der FIFA-WM liegen die Übertragungsrechte direkt bei der UEFA. Und ganz im Sinne des von der UEFA ausgesandten Communiques hat der österreichische Turnierdirektor der UEFA EURO 2008, Christian Schmölzer, dem Veranstalterverband bestätigt, dass das Thema Lizenzgebühren für die Gastronomie vom Tisch sei. Es liege voll und ganz im Sinne der UEFA und der Euro 2008 SA, dass die Spiele einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.
Das „public viewing“ der Fußball-EM wird zwar für den klassischen Gastgewerbebetrieb, freilich nicht generell kostenfrei bleiben. Bei kommerziell ausgerichteten Veranstaltungen – bei denen etwa die Übertragung auf einer Großleinwand kostenpflichtig vermarktet wird – werden Unternehmer sehr wohl zur Kasse gebeten.
Details wird die UEFA dazu in einem eigenen Leitfaden publizieren, sobald die Senderechte mit den TV-Anstalten in Österreich und der Schweiz unter Dach und Fach sind. Die ÖGZ wird über die Inhalte dieser Guideline informieren.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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