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Hannes Parth und Theresa Haid haben Vitalpin auf der ITB präsentiert.

Alpentourismus: Neue Plattform Vitalpin gegründet

07.03.2019

„Vitalpin“ präsentierte sich auf der ITB in Berlin der Öffentlichkeit. Die aus Tirol ausgehende Interessengesellschaft will die Notwendigkeit einer kleinteiligen Tourismuswirtschaft im Alpenraum ins Bewusstsein bringen. Worum geht es? Die ÖGZ ist vor Ort und hat bei den Initiatoren nachgefragt. Mit Video!

Die Alpen sind ein sensibler Raum. Einerseits ist der Tourismus gerade dort ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Andererseits führt die Erschließung von Naturräumen zu immer mehr Widerstand. Auf der internationalen Tourismusbörse (ITB) in Berlin wurde nun die Initiative „Vitalpin“ vorgestellt.

„Selbstverständlich vertragen die Alpen kein unbegrenztes Tourismuswachstum“, erklärte Theresa Haid, die Geschäftsführerin von Vitalpin. Vitalpin will den Austausch mit der Öffentlichkeit und zwischen der Tourismusindustrie, der Politik und den Umweltorganisationen herstellen. Klarerweise geht es darum das Bewusstsein für den Stellenwert des Tourismus in den Alpen zu stärken, lautet die Botschaft.

Folgende Punkte stellt Vitalpin ins Zentrum

  • Ohne wirtschaftliche Infrastruktur keine Lebensgrundlage in den Alpen
  • Ohne Innovation keine Entwicklung in den Alpen
  • Ohne intakte Natur keine Lebensqualität in den Alpen
  • Ohne lebendige Kultur keine Seele in den Alpen
  • Ohne gleichwertige Berücksichtigung der Bereiche Mensch, Wirtschaft und Natur keine ausgewogene Sichtweise auf die Zukunft in den Alpen

„Als tragende Säule sichert der Tourismus Existenzen und Wohlstand in den Alpen. Gleichzeitig sind die Alpen ein wertvoller Naturraum. Wirtschaftliche Perspektiven auf der einen Seite, sensibles Ökosystem auf der anderen – aktuell prägen verschiedene Konflikte das Meinungsklima. Zum Nachteil für die Menschen, die in den Alpen leben und wirtschaften. Mit Vitalpin setzen wir den ersten Schritt“, erklärte der Obmann von Vitalpin, Hannes Parth.

25 Gründungsmitglieder 

Wer steht hinter „Vitalpin“? Das europäische Netzwerk aus Destinationen, Hotellerie, Gastgewerbe, Bergbahnen, Freizeitwirtschaft, Sportverbänden, Landwirtschaft, Industrie und Handel versteht sich damit als Brückenbauer. Mit 25 Gründungsmitgliedern aus den vier Alpenländern Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien startet der Verein mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem verschiedene touristische Sparten der Wirtschaftskammer Österreich, Tirol und Südtirol, die Tiroler Destinationen und Tourismusverbände, die Seilbahnen Schweiz, der Hoteliers- und Gastgewerbeverband Südtirol sowie der Österreichische und Deutsche Skiverband. Wie wichtig der Tourismus auch für andere Branchen ist, zeigt sich in der Mitgliedschaft von Vertretern aus Industrie und Landwirtschaft wie z.B. der Kässbohrer AG oder dem Südtiroler Bauernbund.

www.vitalpin.org

Autor/in:
Daniel Nutz
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