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Alpine Gastgeber feiern Geburtstag

07.10.2010

In fünf Jahren sind die Alpinen Gastgeber auf 450 Mitgliedsbetriebe angewachsen. 5.100 Teilnehmer haben die Alpine-Gastgeber-Akademie besucht.

Spartenobmann Harald Ultsch, Brigitte Hainzer, Projektleiterin Alpine Gastgeber und Josef Margreiter, GF Tirol Werbung, freuen sich über den regen Besuch der Alpine-Gastgeber-Akademie

Dort Ausspannen, wo Urlaubs- und Lebenswelten authentisch verschmelzen – dieser Wunsch zieht zahlreiche Gäste jährlich in die Alpen. Besonders geschätzt werden familiär geführte, gastfreundliche Betriebe, die individuell auf die Wünsche der Urlauber eingehen. Genau dieses Motto verfolgen seit fünf Jahren die mittlerweile 450 Mitgliedsbetriebe der „Alpinen Gastgeber“ in den Urlaubsregionen Tirol, SalzburgerLand, Allgäu und Oberbayern.

„Unsere familiär geführten Betriebe prägen bereits seit Jahrzehnten das Image Tirols als das gastfreundliche Urlaubsland im Herzen der Alpen. Und auch für den Alpenraum in Summe betrachtet sind es genau diese Qualitäten, nach denen der Gast gezielt sucht. Daher ist es wichtig diese kleinteilige Struktur durch ein motiviertes Netzwerk, wie es die Alpinen Gastgeber darstellen, zu stärken“, betont Josef Margreiter, GF der Tirol Werbung.

Aufgrund der veränderten Wettbewerbsbedingungen, verstärkten Preisdumpings und des immer kurzfristigeren Buchungsverhaltens der Gäste kämen viele kleine Betriebe im touristischen Wettbewerb zunehmend unter Druck. Die „Alpinen Gastgeber“, so Margreiter, würden sich zu Recht wieder stark auf ihre Kernkompetenz – die Nähe zum Gast – besinnen und im Netzwerk insbesondere auch den Privatzimmervermietern wieder mehr Kraft und Durchsetzungsvermögen am Markt vermitteln. Die Unterstützung durch EU, Bund und Land ermögliche auch kleineren Betrieben die Mitgliedschaft in der Angebotsgruppe. „In diesem Sinne profitieren sowohl Gast als auch Vermieter von den ‚Alpinen Gastgebern‘“, zeigt sich Margreiter überzeugt.

Zahlreiche Auszeichnungen
Der Erfolg der Angebotsgruppe spiegelt sich auch in den Auszeichnungen bzw. Nominierungen wider, die die „Alpinen Gastgeber“ bisher erhielten: 2009 den Constantinus Award in der Kategorie Kommunikation & Netzwerke, zudem war die Angebotsgruppe bereits für den Österreichischen Staatspreis für Consulting nominiert und schaffte es unter die Finalisten des Tirol Touristica 2010. Die Wirtschaftskammer Tirol hat das Projekt ebenfalls von Anfang an begleitet. „Die Kleinteiligkeit der alpinen Tourismuswirtschaft, die auf familiär strukturierte und geführte Betriebe aufbaut, ist eine große Chance, birgt aber auch Risiken, denn der Einzelne geht im globalen Markt leicht unter. Neben der Qualitätssicherung im Hardwarebereich durch die Vergabe der ‚Sterne‘ ist uns vor allem die ‚Software‘, also die Steigerung der Servicequalität wichtig. Und genau darauf setzen die Alpinen Gastgeber erfolgreich und stärken somit den gesamten touristischen Alpenraum“, zieht Harald Ultsch, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft, Wirtschaftskammer Tirol, ein erfreuliches Resümee.

Großes Seminarangebot
Die Vernetzung der Partner untereinander und ständige Weiterbildung sind zentrale Punkte im Konzept der „Alpinen Gastgeber“. Die Nebensaison wird daher für Basis- und Aufbauseminare genutzt, an denen bis jetzt insgesamt über 5.100 Besucher teilgenommen haben. In den 266 Basisseminaren wurden die Betriebe an Qualitäts-, Service- und Vertriebsthemen herangeführt, ganz im Bewusstsein, dass es schon lange nicht mehr reicht, ein „Zimmer frei“-Schild an die Haustüre zu hängen, um Gäste anzulocken. Unternehmerisches Denken wird in dieser „Alpine Gastgeber“-Akademie ebenso vermittelt wie Preiskalkulation oder der Service am Gast, egal ob bei der Reservierung am Telefon oder persönlich im Haus. Die Aufbauseminare befassen sich derzeit im Rahmen des Interreg-IV Projekts (Innovationsnetzwerk für alpine Angebotsentwicklung) mit der Schärfung des Profils der „Alpinen Gastgeber“.

Dabei werden rund um die vier Kernthemen „Sportler, Entdecker, Kinder und Gesundheitsurlauber“ innovative Urlaubsangebote geschnürt. Brigitte Hainzer, Projektleiterin der „Alpinen Gastgeber“, zeigt sich vom bisherigen Weg begeistert: „Wir haben uns in den vergangenen Jahren am Markt etabliert und sind bei Vermietern und Gästen gleichermaßen beliebt und geschätzt. Qualität und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis spielen bei uns die zentrale Rolle und sind nicht bloß leere Floskeln. Der Kooperationsgedanke und die Stärkung der kleineren Betriebe im immer härteren Wettbewerb stehen im Vordergrund. Wir arbeiten stark mit lokalen Partnern zusammen, so haben wir etwa landwirtschaftliche Partnerbetriebe, die es uns ermöglichen, ein regional-typisches Frühstück auf die Tische zu zaubern, oder wir kooperieren mit den lokalen Sportgeschäften, sodass der Gast auch in der Pension seine Ski oder sein Mountainbike ausleihen kann. Denn schlussendlich sind es genau diese unverwechselbaren regionalen Qualitäten, die den Urlaubsaufenthalt für unsere Gäste so einzigartig machen.“

Mehr Infos unter www.alpine-gastgeber.com.

BE

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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