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Alternative Kapsel

13.05.2015

Vor wenigen Tagen öffnete auf der Wiener Mariahilfer Straße das weltweit erste Nespresso Café. Kaffeekapseln kommen zunehmend auch in der Gastronomie zum Einsatz

Anfang Mai 2015 eröffnete in Wien das weltweit erste Nespresso Café. Dem Pilotprojekt – ein Joint Venture mit dem Spitzen- Caterer Do&Co – sollen weitere Nespresso Cafés folgen und der Marke zu einem zusätzlichen Imagegewinn verhelfen.

Text: Max Pohl

Nespresso-Shops kennt man, in Österreich gibt es davon aktuell zehn. Jetzt ist der weltweit größte Nahrungsmittelhersteller Nestlé aber auch unter die Gastronomen gegangen. Auf der Wiener Mariahilfer Straße eröffnete Anfang Mai das weltweit erste Nespresso Café. Das Joint Venture mit dem Spitzen-Caterer Do&Co (mit 50 % am Projekt beteiligt) verdeutlicht die hohen Ansprüche. Es handelt sich schließlich – what else? – um einen weiteren Mosaikstein in der stylischen Nespresso-Welt. Während George Clooney die Endverbraucher von den Vorzügen eines Volluto oder Ristretto überzeugt (und entscheidend mithalf, Nespresso zur unangefochtenen Nummer eins in einem Kapselmarkt zu machen, der allein in Europa rund sieben Milliarden Euro schwer ist), arbeiten im Hintergrund Strategen an einem Konzept, das auch den Bereich Hotel, Restaurant, Catering (kurz: HoReCa) erschließen soll.

Teil des Geschäftsmodells
„Der B2B-Bereich war schon von Anfang an Teil des Geschäftsmodells von Nespresso und nimmt einen hohen Stellenwert ein, denn der Gast möchte auch außer Haus die hohe Qualität und die Kaffeevielfalt von Nespresso genießen“, sagt Stefan Trojer, Marketing & PR Director Nespresso Österreich. Zahlreiche Maschinenmodelle von Nespresso sind auf die unterschiedlichen Ansprüche der Gastronomiekunden ausgerichtet. Für eine geringere Menge an Kaffeeportionen ist die „Zenius“ die optimale Lösung. Die doppelköpfige „Gemini“-Maschine wird im Self-Service-Bereich, am Frühstücksbuffet oder im Seminarbereich eingesetzt. Das Nespresso-System „Aguila“ wurde speziell entwickelt, um schnell und einfach große Portionsmengen – wie sie im Cateringbereich, in der Eventgastronomie oder in Hochfrequenzlagen benötigt werden – zu bedienen. All diesen Maschinenmodellen ist gemeinsam, dass sie traditionelle Methoden der Kaffeezubereitung mit modernster Nespresso-Technologie verbinden und einfach auf Knopfdruck funktionieren. „Die Gäste kennen und schätzen die Qualität von Nespresso vom Eigengebrauch. Für den Gastronom bedeutet dies, dass die positiven Marken- und Imagewerte auch auf den Gastronomiebetrieb oder den Office-Bereich übergehen“, so Trojer. Und darauf vertrauen mittlerweile viele Topbetriebe der österreichischen Gastronomie, wie z. B. das Restaurant Döllerer in Golling, die Gebrüder Obauer in Werfen oder das Hotel Bristol in Wien. Nespresso-Aguila-Kunden sind unter anderem Hotel Sheraton in Salzburg, Hotel Trofana Royal in Ischgl, Hotel Schloss Seefels in Kärnten oder 25hours Hotel in Wien.

Neues HoReCa-System
Ganz aktuell führt Illy dieser Tage das Kapselsystem Illy MPS HoReCa ein. Dieses neue System ermöglicht es, entweder Einzel- oder Doppel-Kapselportionen zu verwenden. „Das heißt, man kann mit einer Maschine wie der Rancilio Baby 9 bis zu vier Espressi gleichzeitig zubereiten“, erklärt Frédéric Ermacora. Gastronomen sollten sich nach Ansicht des General Managers von Illy Österreich die Frage stellen, wie wichtig Kaffee für ihr Geschäft ist. „Wenn Kaffee ein Hauptprodukt ist, dann würden wir empfehlen, mit einer halbautomatischen Maschine und einem Barista zu arbeiten. Wenn Kaffee ein Zusatzprodukt ist, dann ist das Kapselsystem oder ein Vollautomat die optimale Lösung.“ Kapselsysteme seien auch vorteilhaft, wenn die Personalfluktuation hoch ist und nicht immer ein Barista zur Stelle ist. Generell könne er Kapselsysteme für kleinere Betriebe, Konferenzräume, Büros etc. empfehlen. Als Referenzkunden nennt Ermacora den Taubenkobel in Schützen am Gebirge und das Park Hyatt in Wien (Meeting Raum).

Cafissimo für Hotelzimmer
Tchibo Coffee Service Austria bedient im B2B-Bereich Büros aus den unterschiedlichsten Branchen sowie Hoteliers. „An jenen Konsumationsstellen im HoReCa-Bereich, wo weniger als zehn Tassen Kaffee pro Tag zubereitet werden, so wie es beispielsweise am Hotelzimmer der Fall ist, ist das Cafissimo-Kapselsystem von Tchibo perfekt geeignet und bietet ein optimales Kosten-Nutzen-Verhältnis. Bei einem höheren Kaffeeverbrauch ab 15 Tassen am Tag bedarf es einerseits eines größeren Maschinensystems, um eine qualitativ beständige und kontinuierliche Kaffeezubereitung zu gewährleisten, sowie auch der Sicherstellung einer regelmäßigen Wartung und Servicierung durch den Maschinen- und Kaffeepartner“, so Marketing-Manager Andrea Hiehs. Dort, wo der Anspruch an eine Kaffeemaschine eine sehr hohe, kontinuierliche Leistungsstärke bei gleichbleibender Qualität ohne Störungsausfälle erfordert, liege der Maschinenfokus von Tchibo Coffee Service vorwiegend im Bereich der vollautomatischen Kaffeemaschinen und halbautomatischen Siebträgermaschinen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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