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Am Wort - Auswirkungen der Sektsteuer

21.05.2015

Seit Einführung der Sektsteuer bekommen wir etwa alle zwei Wochen Besuch vom Zoll. Der Aufwand ist enorm und steht in keiner Weise in Relation zum Ergebnis: eine sinnlose, unnötige, populistische Steuer. Für 100 Flaschen Export füllen wir drei Seiten Zolldokumente aus. Eine Mustersendung von zehn Flaschen in die Schweiz bedeutete dreizehn Seiten Aufwand. Dazu betreiben wir inzwischen zwei verschiedene Zolllager. Durch die Menge unserer Produkte ist der Aufwand zur Dokumentation enorm geworden. Wir mussten dafür eine halbe Arbeitskraft einstellen.
Im vorigen Jahr mussten wir fast 20 Prozent Minus verzeichnen, und diese Abwärtstendenz des Umsatzes geht auch heuer weiter. Die Gastronomie, unser Hauptabnehmer, spart sehr stark beim Sekteinkauf und greift stattdessen immer öfter auf ausländische Billigprodukte zurück. La gioiosa (Perlwein ohne Steuer) verzeichnet dank Sektsteuer ein Plus von 34 Prozent. Das hat sicherlich auch damit zu tun, dass Konsumenten seit etlichen Jahren immer weniger Geld für „kulinarische Ausgaben“ zur Verfügung haben. Dahinter stehen Riesenversäumnisse der regierenden Parteien, die unfähig sind, wirtschaftliche Probleme seriös und sinnvoll zu lösen. Nur noch mehr Steuern, Abgaben und sinnlose Bürokratie einzuführen wird die Wirtschaft und speziell die Gastronomie nicht stärken.
Die Ernte 2014 war im Ertrag unter dem Durchschnitt, aber von guter Qualität, trotzdem werden wir heuer das Sortiment und die Erntemenge reduzieren, aus oben genannten Gründen, und wir werden nächstes Jahr die ersten Mitarbeiter abbauen.
Peter Szigeti, Sektkellerei Szigeti, Gols

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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