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Am Wort: Bilanz der kleineren Skigebiete

11.04.2017

Gastkommentar von Markus Redl, GF NÖ Bergbahnen.

Markus Redl, GF NÖ Bergbahnen.

Das Bild ist in vielerlei Hinsicht uneinheitlich: Wir in Ostösterreich hatten heuer bereits vor Weihnachten tiefwinterliche Bedingungen, als viele Kollegen im Westen noch lange ohne Naturschnee auskommen mussten. Während von den Temperaturen her der Jänner im langjährigen Vergleich ausgesprochen kalt war, schlug der März wieder ins Gegenteil aus. Grosso modo wird die Wintersaison 2016/2017 für die kleineren Skigebiete gut ausgehen. In der offiziellen Statistik wird sich dies jedoch nur zum Teil bemerkbar machen, denn viele sogenannte Schleppliftgebiete werden gar nicht erfasst.

Im Branchendurchschnitt ist die Sache klar: Je kleiner das Skigebiet auf Umsatzklassen bezogen, desto geringer die Profitabilität – rechnerisch sind 200.000 Skier Days pro Wintersaison die kritische Größe. Die Beschneiungsanlage ist gesetzt, ohne die kommen auch kleinere Skigebiete nicht aus. Bei den Aufstiegshilfen sind Seilbahnen wesentlich aufwändiger als Schlepplifte: Ausschließlich auf Letztere zu setzen ist der „kleinste gemeinsame Nenner“, noch vor vergleichsweise wenigen Pistenkilometern.

Auch ohne Seilbahn ist der Betrieb schwierig genug: Was den infrastrukturellen Standard in Skigebieten anbelangt, ist Österreich bekanntlich weltweit führend. Die Liftkartenpreise sind jedoch nach internationalen Maßstäben niedrig. Kleinere Skigebiete dürfen dem Druck nicht nachgeben und weder ihren technischen Standard substanziell erhöhen noch ihre Preise senken. Damit die Rechnung trotzdem aufgehen kann, braucht es relativ gute Erreichbarkeit und ein Konzept. Die Familienarena St. Corona am Wechsel hat sich beispielsweise im Großraum Wien mit ihrem „Familienskiland“ erfolgreich auf kleinere Kinder spezialisiert.

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