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Peter Mayr berät als Studienautor und Kommunikationsstratege Klein- und Mittelbetriebe, Banken und öffentliche Einrichtungen über das  Potenzial von Crowdfunding seit 2014. Er lehrt seit 2013 an der University of Kent (UK).

Am Wort: Crowdfunding für den Tourismus

11.04.2016

Gastkommentar von Peter Mayr, Gründer und Inhaber der Firma Crowd Intelligence. 

Als das Luxus-Hotel-Resort Weissenhaus, an der Ostsee gelegen, vor zwei Jahren 3,3 Mio. Euro mittels Crowdfunding einsammelte, war das eine Sensationsmeldung wert. Der Erfolg suggerierte Tourismusbetrieben, dass diese innovative Form der Finanzierung eine Alternative zu Bankdarlehen darstellt. Crowdfunding-Projekte in der Größe waren bis dato Einzelfälle in der Branche geblieben: Die überschaubaren Projektvolumina ließen einen Hype vermuten. Davon kann aber keine Rede sein. 

Im Vergleich zum Vorjahr wuchs 2015 insbesondere der Crowdinvesting-Markt für Immobilienfinanzierung. Dabei gewähren viele kleine Investoren (die „Crowd“) einzelnen Projekten Kredite. Meist handelt es sich um Nachrangdarlehen. Seit 1. September 2015 sind derartige schuldenbasierte Transaktionen durch das Alternativfinanzierungsgesetz in Österreich geregelt, was mehr Transparenz und Vertrauen bei den Investoren schafft. Das beweist der hohe Zuwachs an neuen Projekten seit Jahresende 2015. Neue Plattformen entstehen. Vorsichtiger Optimismus ist angebracht. Crowdfunding liefert nicht nur Eigenkapital, das den Zugang zu klassischen Kreditfinanzierungen und Förderungen erleichtert.

Der E-Marketing-Effekt stärkt zudem das Image eines Betriebes. Der gezielte Einsatz sozialer Medien nutzt der digitalen Aufmerksamkeit und der Professionalisierung im Vertrieb, was wiederum Anschlussfinanzierungen sichert.

 

Original erschienen am 11.04.2016: Gast.
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