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Am Wort: Das (Über-)Leben eines Wirtshauses am Land

06.06.2016

Gastkommentar von Herbert Bonka jun.

 

Seit 1855 gibt es den „Bonka“ in Oberkirchbach. Anfangs als Touristenheim, zu dem Wiener einen Wochenendausflug machten und ihre Sommerfrische am Land verbrachten. Damals war es ja noch fast eine Tages- und keine 30-Minuten-Fahrt wie heute.

Im Laufe der Zeit veränderte sich das Geschäft und ist doch so gleich geblieben: Am Wochenende zieht es Familien und Ausflügler von der Stadt aufs Land. Hauptsächlich bei Schönwetter. Das ist ein gutes Geschäft, es bringt aber natürlich auch Herausforderungen mit sich. Die Größe des Lokals ist ein wichtiger Faktor, der über finanziellen Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Zu den Spitzenzeiten muss für die Gäste genügend Platz vorhanden sein, dies steigert wiederum die Erhaltungskosten für den Betrieb. Das Wirtshaus braucht für das Wochenende (bei Sonne) genügend Personal, um den Andrang der Gäste bewältigen zu können. Jedoch muss das Personal auch unter der Woche beschäftigt werden, um die Löhne (und Lohnnebenkosten …) bezahlen zu können. 

Oft ist die einzige Lösung, für die Wochenenden Aushilfspersonal zu suchen. Dies ist in den letzten Jahren schwieriger geworden, denn auch hier sind die bürokratischen Hürden gestiegen und Studenten wollen mit diesem Aufwand nicht mehr arbeiten kommen. Außerdem müssen diese erst angelernt und eingeschult werden (natürlich mit voller Anmeldung und Bezahlung). Wie oft und regelmäßig diese dann kommen, weiß man leider im Vorfeld nicht.

Die Gastronomie zählt zu den schönsten Berufen der Welt, über ein leichteres Umfeld (für die, die alles korrekt machen wollen) würden wir uns trotzdem sehr freuen! 

Gastkommentar von Herbert Bonka jun., Bonka – Das Wirtshaus im Wienerwald

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