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Am Wort: Lebensmittelabfallvermeidung

12.06.2014
Felicitas Schneider

Nach einer Studie der Vereinten Nationen gehen weltweit 1,3 Milliarden Tonnen an Lebensmitteln im Jahr entlang der gesamten Wertschöpfungskette als Abfall verloren. Das entspricht im Schnitt rund 180 kg pro Kopf. Zwar liegen für Österreichs Gastronomie, Hotellerie und Großküchen keine genauen Zahlen vor, die ersten Schätzungen gehen allerdings von 150.000 Tonnen pro Jahr aus. Bislang fehlen genaue Analysen zur Menge und Zusammensetzung der Abfälle sowie Informationen, aus welchen Bereichen (wie Lager, Küche oder Retouren) die Lebensmittelabfälle kommen. Somit ist nur wenig über die Ursachen und die effektivsten Vermeidungsstrategien bekannt. Die Initiative „United Against Waste" will das nun ändern. Die Idee zu United Against Waste stammt aus dem globalen Nachhaltigkeitsprogramm von Unilever. Inzwischen wird das Projekt von 20 Partnern aus den Bereichen Gastronomiezuliefern, Handel, Verwaltung, Forschung und NGOs getragen und finanziert. Gemeinsam ist jetzt ein umfassendes Pilotprojekt für Österreich initiiert worden: In 30 Betrieben aus den Bereichen Beherbergung, Gastronomie und Großküchen starten von Juni bis September umfassende Abfallerhebungen, die von der Boku Wien durchgeführt werden und als Grundlage für Vermeidungsmaßnahmen dienen.
Im Anschluss daran werden von Global 2000 die positiven Öko-Effekte der Initiative ermittelt. Mithilfe von United Against Waste sollen bis 2020 die vermeidbaren Lebensmittelabfälle im Food-Service-Markt Österreich halbiert werden.

Felicitas Schneider, Institut für Abfallwirtschaft, Boku Wien

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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