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Andreas Wochenalt 

Am Wort: Virtuelle Möglichkeiten nützen

27.09.2017

Gastkommentar von Andreas Wochenalt, Österreich Werbung
 

Im Rahmen der Tourismustage im Linzer Ars Electronica Center konnte man u. a. die jüngste Produktion der ÖW, eine multimediale 360°-Führung durch das Kunsthistorische Museum Wien, erleben. Gerade im Tourismus bieten Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) die Chance, potenzielle Urlaubsgäste in ihrer Inspirations- und Informationsphase abzuholen.

So spannend die Entwicklungen sind, dürfen wir nicht vergessen, dass diese aufwändig produzierten Inhalte nicht so einfach zu konsumieren sind wie Text, Bild und Film. Für den Konsum von VR-Produktionen benötigt man eine VR-Brille, für AR-Produktionen zumindest ein Smartphone und die entsprechende Software. Dabei gilt es zwischen den beiden Anwendungen zu unterscheiden: In der VR isoliert man sich mit der Brille (und Kopfhörern) von der Umgebung und taucht zu 100 % in den Inhalt ein. In der AR betrachtet man ein reales Objekt, z. B. ein Gebäude, durch die Kamera eines Smartphones und erhält zusätzliche Informationen eingeblendet, etwa Grafiken oder Texterklärungen. 

Entscheidend für den Marketingerfolg ist aber nicht die Technologie, sondern der Inhalt. Technologien kommen und gehen, eine inspirierende Geschichte bleibt. Aber welche Geschichte? Der 360°-Flug rund um den Berg? Wird das auf Dauer reichen? Hören wir unseren Gästen zu und finden wir heraus, was für sie relevant ist. Dann wissen wir auch, was wir erzählen und zeigen sollen. Beim 360°-Flug rund um den Berg wäre eine grafisch hervorgehobene Wanderroute mit eingeblendeter Wegzeit gut. Und keine Angst, keine VR-Produktion, kein 360°-Film und keine AR-Applikation kann ein echtes Urlaubserlebnis ersetzen.

Andreas Wochenalt leitet bei der Österreich Werbung das Team Innovationen und Kampagnen. 

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