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AMA Marketing: Landwirtschaft und Tourismus an einem Tisch

02.09.2005

Erst im Mai angekündigt, jetzt schon in Umsetzung:
Landwirtschaft und Tourismus rücken zusammen. Das Potenzial, das in ihrer Zusammenarbeit liegt, soll besser ausgeschöpft werden. Ab August beschäftigt sich ein Arbeitsnetzwerk mit den Voraussetzungen, die zur Positionierung Österreichs als kulinarische Destination notwendig sind.

Ergebnisse des Rundes Tisches in Baden werden umgesetzt

Die Agrarmarkt Austria Marketing GmbH., die Bundessparte Tourismus
und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Österreich, die
Österreich Werbung und die Landwirtschaftskammer Österreich haben auf
Initiative des Landwirtschaftsministeriums im Mai dieses Jahres im
Rahmen der Badener Tourismusgespräche zur engeren Zusammenarbeit von
Landwirtschaft und Tourismus aufgerufen. Es ist dies eine Allianz,
die sich auszahlt, denn Österreichs Landwirtschaft ist ob der
aktuellen Förderpolitik der EU künftig vor noch größere
Herausforderungen gestellt. Und der Tourismus muss - vor dem
Hintergrund der globalen Entwicklungen der Branche - den Weg,
wettbewerbsfähige Positionierungen zu schaffen, zügig weitergehen.
Eines der Projekte jenes "Runden Tisches" ist die Vision, Österreich
als wichtige kulinarische Destination Europas zu positionieren.

Interdisziplinäre Arbeitsgruppen wurden eingerichtet

Auf dem Weg zu dieser europäischen Dimension gibt es noch einiges
zu tun, denn eine Voraussetzung dafür ist die gelebte Partnerschaft
von Landwirtschaft und Tourismus auf breiter Basis. Dass eine solche
funktionieren kann, beweisen verschiedene Initiativen - von
Genussregionen über Wirtshausvereinigungen bis hin zu
interdisziplinären Projekten und touristischen Angeboten. Nun gilt es
jedoch, diese Kooperation auszubauen und möglichst flächendeckend zu
gewährleisten, denn darin besteht noch Optimierungspotenzial. Ab
September 2005 beschäftigen sich interdisziplinäre Arbeitsgruppen mit
dieser Thematik.

Lösungsansätze für gemeinsame Themenkreise werden erarbeitet

Die Arbeit beginnt in dieser ersten Projektstufe an der Basis -
bei der Prüfung und Diskussion von Optionen für diverse Themenfelder.
Zu diesen gehören die Verbesserung der Produktpalette für die
Gastronomie und Hotellerie in Bezug auf Qualität, Quantität und
Vertrieb, ein freiwilliges Herkunftssicherungssystem für die
Rohstoffverwendung in Gastronomie und Hotellerie sowie zusätzlich
gemeinsame Qualitätskriterien ausgewählter kulinarischer Initiativen,
wie etwa saisonale Küche, traditionelle Rezepturen oder die
verstärkte Verwendung regionaler Produkte. Die ersten Ergebnisse der
Arbeitsgruppen und Gremien sollen bereits im Oktober dieses Jahres
bei einem weiteren "Runden Tisch" präsentiert und diskutiert werden.

Alle Kompetenzträger werden eingebunden

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist es, über die
Arbeitsgruppenmitglieder hinaus möglichst viele Kompetenzträger
einzubinden. Denn - so zeigte sich Stephan Mikinovic von der AMA
Marketing GmbH. überzeugt - "das Ziel 'Kulinarische Destination
Österreich' kann nur erreicht werden, wenn möglichst viele
eingebunden werden, die dieses Thema symbolisieren und mittragen".
Als erster Schritt dazu wurde eine Befragung unter mehr als 200
Vertreterinnen und Vertretern beider Branchen durchgeführt. Das
Ergebnis zeigte, dass das Projekt auf großes Interesse stößt. Der
Rücklauf der Befragung lag mit 73% weit über dem Durchschnittswert.
Der Grundtenor zum Projekt "Kulinarische Destination Österreich" ist
positiv, wenngleich der Weg zum Erfolg als teils kleinere, teils
größere Herausforderung gesehen wird. Das Ergebnis der Befragung
bestätigt also die Wichtigkeit, dass ein gemeinsamer "Runder Tisch"
ins Leben gerufen wurde.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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