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Ebenerdig, straßenseitig, aber mitten im urbanen Alltag: Hotelsuite mit Loftcharakter am hippen Karmelitermarkt.

Antwort auf AirBnB: Grätzlhotel

03.12.2015

Ein Hotel in bislang leerstehenden Ladengeschäften: Urbanauts zeigt in Wien, wie die Hotellerie auf die Konkurrenz von Airbnb reagieren kann

An drei Standorten hat die neu gegründete Urbanauts Hospitality Group jetzt ihr Hotelkonzept „Grätzlhotel“ in Wien realisieren können: Mit der Grätzl Betriebs GmbH fand sich der ideale Partner, um das Konzept, leerstehende Sockelgeschosse im innerstädtischen Raum mit Hotelzimmern zu bespielen, auszudehnen. Jetzt gibt es 18 Suiten, verteilt auf drei Grätzl (Karmelitermarkt, Belvedere und Meidlinger Markt), die entweder straßenseitig oder gartenseitig liegen und zwischen 120 und 140 Euro pro Nacht kosten. In jedem Grätzl meldet sich der Gast in einer „Rezeption“ an: entweder im Büro von Urbanauts oder in einem Café. Hier wird der Gast mit Rat und Schlüssel versorgt. Rund um diese Anlaufstellen verteilen sich die Hotelsuiten im Viertel. In einer ehemaligen Bäckerei oder einem Lampengeschäft tauchen Gäste in den Grätzlalltag ein. Sie wohnen in keinem herkömmlichen Hotel, sondern individueller, fast privat in einem Zinshaus. Die geräumigen Suiten sind hochwertig ausgestattet: Hierhin kann man auch Bekannte einladen, zusammen kochen, wohnen und auf Zeit leben. Für Besprechungen oder kleinere Veranstaltungen können zusätzliche Räume gemietet werden. 

Mehr als Airbnb
Das Grätzlhotel ist mehr als eine Privatunterkunft à la Airbnb und auch kein Apartment: Über Kooperationen mit umliegenden Geschäften und Gastronomiebetrieben werden zusätzliche Serviceleistungen angeboten: Conciergedienste für Leihräder, ein Picknickkorb oder Massagen in der eigenen Suite. Frühstück im Café nebenan, Abendessen im Restaurant gegenüber, Sauna im Hamam um die Ecke, sogar Tanzen auf Kosten des Hauses in einem Club ist möglich.

Das Grätzelhotel bietet tatsächlich „individuelle Entdeckungsreisen mit Konzept“, wie das die Urbanauts nennen. Das Team um die Gastgeberinnen Fanny Holzer-Luschnig und Theresia Kohlmayr hat damit eine vielversprechende Antwort auf Angebote wie Airbnb gefunden, die bislang an der professionellen Hotellerie vorbeilaufen: Übernachtungen für Individualisten, aber mit dem Komfort eines professionellen Hotels, unabhängig von den Launen eines Privatvermieters.                                           

Autor/in:
Thomas Askan Vierich
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