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Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der ÖHV, fordert von der Politik für eine gute Branchenlösung bei der Grunderwerbsteuer

Arbeitsmarkt liberalisieren statt schließen

14.08.2013

Wien. Internationale Warenströme, weltweite Vernetzung, Fernreisen: In der Welt des 21. Jahrhunderts werden ständig Grenzen überschritten. Auch die FPÖ überschreitet nach Meinung der ÖHV mit der Forderung von Generalsekretär Kickl nach Rücknahme der Arbeitsmarktöffnung wieder einmal eine.

„Die letzte Bundesregierung hat spät erkannt, dass die Öffnung des österreichischen Arbeitsmarktes früher hätte erfolgen müssen – zu spät. Das bereut sie bis heute. FPÖ-Generalsekretär Kickl hat es immer noch nicht verstanden“, erklärt Thomas Reisenzahn, Generalsekretär der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV), unmissverständlich fest. Kickl hatte in einem Gespräch mit der Tageszeitung „Die Presse“ gemeint, die Öffnung des Arbeitsmarktes sollte zurückgenommen werden. „Reine Provokation, das ist Wahlkampf pur“, winkt Reisenzahn ab: „Der Vorschlag ist so absurd, der darf gar nicht zur Debatte stehen. Im Gegenteil sollte die Arbeitsmarktöffnung vorangetrieben werden. Wie die Saisonierregelung derzeit gehandhabt wird, fehlen zu den Saisonhöhepunkten immer noch Mitarbeiter.“ Ohne internationale Mitarbeiter würde mit dem Tourismus auch noch Österreichs letzter Wirtschafts- und Jobmotor ins Stocken geraten.

Öl statt Sand ins Getriebe
„Der Tourismus bietet Mitarbeitern auf allen Qualifikationsebenen auch in der Krise Arbeitsplätze mit Standortgarantie und Karriereaussichten. Regelungen, die uns unternehmerischen Spielraum nehmen, sind da das letzte, was wir brauchen“, fordert Reisenzahn stattdessen „ein Konzept, das Chancen eröffnet anstatt einschränkt.“ Die EU-Kommissare für Unternehmen, Antonio Tajani, und Inneres, Cecilia Malmström, fordern in derselben Ausgabe der „Presse“ in einem Gastkommentar Erleichterungen bei der Visa-Vergabe, um den Wettbewerbsnachteil gegenüber konkurrierenden Destinationen wie den USA oder Australien aufzuholen. Mehr internationale Gäste heißt auch mehr Arbeitsplätze – der Erfolg der österreichischen Top-Hotellerie ist der beste Beweis dafür. „Unsere Gäste sollen rasch und ohne Komplikationen zu ihren Visa kommen. Mehrwöchige Wartezeiten sind inakzeptabel und erhöhen unsere Sicherheit sicher nicht“, fordert Reisenzahn mehr Visa-Vergabezentren, unbürokratische Kurz-Visa und Erleichterungen für Vielreisende: „Diese Reisenden und die Hoteliers erhalten Arbeitsplätze, nicht die Politik!“

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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