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WKÖ-Präsident Christoph Leitl

Arbeitsmarktöffnung nützte der Wirtschaft

08.05.2012

Wien. Bezugnehmend auf Untersuchungen des Sozialministeriums und Arbeitsmarktservices, stellt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl fest, dass die Arbietsmarktöffnung der heimischen Wirtschaft genützt hat. Die meisten neuen Beschäftigten gab es im Tourismus und beim Bau.

"Die Öffnung des Arbeitsmarktes gegenüber acht mittel- und osteuropäischen EU-Mitgliedern im Mai 2011 hat Österreich genützt, nicht geschadet. Die Ängste vor einem Massenansturm an Arbeitskräften waren weit überzogen. Diese Erwartung der Wirtschaft wurde durch Untersuchungen von Sozialministerium und Arbeitsmarktservice eindrucksvoll bestätigt", stellt Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl fest und verweist in diesem Zusammenhang auch auf entsprechende aktuelle Rückmeldungen aus den Landeskammern.

Ängste waren völlig überzogen
"Dass die an die Wand gemalten Befürchtungen haltlos waren, zeigt sich schon allein an der Entwicklung der Arbeitslosigkeit: Sie ist nicht gestiegen, sondern gesunken", betont Leitl. Im April 2011, also kurz vor der Arbeitsmarktöffnung gegenüber Ungarn, Tschechien, der Slowakei, Polen und den drei baltischen Staaten, betrug Österreichs Arbeitslosenquote gemäß EU-Statistikamt Eurostat 4,3 Prozent, im April 2012 nur 4,0 Prozent. Auch einen Verdrängungswettbewerb hat es nicht gegeben: Sowohl bei Inländern als auch bei Ausländern sind die Beschäftigtenzahlen gestiegen. Selbst im Burgenland, das besonders stark von der Arbeitsmarktöffnung betroffen war, hat es 2011 einen deutlichen Anstieg der Beschäftigung von über 2 Prozent und einen Rückgang der Arbeitslosigkeit um 1,9 Prozent gegeben.


Positive Auswirkung auf Wirtschaft
Die meisten neuen Beschäftigten gab es österreichweit im Tourismus und am Bau. Zudem hat sich die Arbeitsmarktöffnung infolge der höheren Beschäftigung positiv auf das Wirtschaftswachstum ausgewirkt und höhere Steuereinnahmen und Sozialversicherungsbeiträge bewirkt. "Vereinfacht gesagt haben die neuen Zuwanderer aus Mittel- und Osteuropa mitgeholfen, die Wirtschaft anzukurbeln und das Budgetdefizit zu senken", so Leitl, für den die Arbeitsmarktöffnung ein erster richtiger Schritt im Hinblick auf die Bekämpfung des Fachkräftemangels war. "Dennoch fehlen nach wie vor qualifizierte Arbeitskräfte, vor allem, weil die Folgen der demografischen Entwicklung in den nächsten Jahren voll zuschlagen werden. Weitere Maßnahmen sind daher dringend notwendig."

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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