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ARGE "Grinzing muss leben"

30.08.2007

Gemäß Auskunftspflichtgesetz und Umweltinformationsgesetz hat die Vereinigung das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) um Mitteilung ersucht, weshalb die Grinzinger Weingarten-Region aus Sicht der vom BMUKK eingesetzten Expertengruppe nicht UNESCO-Welterbe-würdig ist.

Nachdem die gesetzliche Frist zur Anfragebeantwortung verstrichen ist, fordert nun die "Vereinigung der Freunde Grinzings" einen diesbezüglichen Bescheid an (siehe untenstehendes Schreiben).
"Sollte uns auch der Bescheid vorenthalten werden, wenden wir uns an den Unabhängigen Verwaltungssenat", kündigt Franz Hengl, Obmann der Grinzinger Vereinigung an: "Denn schließlich geht es um die Existenz von Grinzing und der verbliebenen Weinhauer."

"Sehr geehrte Frau Sektionschefin Dr. Brigitte Böck!

Mit Schreiben vom 2. Mai 2007 (GZ: BMBWK-24.621/0009-IV/3/2007) teilen Sie Frau Elfriede Loserl, wohnhaft in A-1190 Wien-Döbling, wie folgt mit:

"Anlässlich der am 2. April 2007 erfolgten Prüfung des Vorschlages, die Eintragung Grinzings in die Weltkulturerbeliste zu beantragen, hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern des Bundesdenkmalamtes, der Kulturabteilung sowie des Welterbebeauftragten des Magistrates der Stadt Wien, der Österreichischen UNESCO-Kommission, des Österreichischen ICOMOS-Nationalkomitees sowie des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur (BMUKK) einstimmig festgestellt, dass Grinzing die von der UNESCO geforderten Voraussetzungen zur Aufnahme in die Vorschlagsliste weder von Qualität und Zusammenhang der Substanz, noch von ihrem Erhaltungszustand her erfüllt."

Gemäß Auskunftspflichtgesetz und Umweltinformationsgesetz haben wir Sie per Schreiben vom 18. Juni 2007 höflich ersucht uns mitzuteilen, wie die oben zitierte Arbeitsgruppe auf diese Feststellung kommt. Wir ersuchten Sie um Übermittlung des gesamten Inhalts bzw. genauen Wortlauts der oben zitierten Prüfung. Denn die von uns bei "Alliance For Nature" in Auftrag gegebene Vergleichs- und Machbarkeitsstudie "Grinzinger Weinbaugebiet als potentielle Welterbestätte" kommt zum Schluss, dass "die Aufnahme der Grinzinger Weinregion in die UNESCO-Welterbe-Liste durchaus möglich ist."

Da wir die Beantwortung unserer Anfrage und die Zusendung des Gutachtens bzw. der Studie, auf dessen/deren Basis die oben genannte Prüfung basiert, nicht (innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Frist von 8 Wochen) erhalten haben, ersuchen wir Sie höflich hierüber (gemäß §4 des Auskunftspflichtgesetzes) einen Bescheid zu erlassen.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Franz Hengl
Obmann"

Diese Mitteilung spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung der Redaktion wider.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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