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Auf den Hopfen kommt es an

13.09.2004

Der Anbau von Hopfen ist anspruchsvoll wie der von Wein. Verschiedene Jahrgänge führen auch zu verschiedenen Aromen.

Das Arbeitsjahr beginnt für die Hopfenbauern Mitte März mit dem Beschneiden der Rebstöcke (so lautet die korrekte Bezeichnung für die Hopfenpflanzen). Dabei werden die Pflanzen mit speziellen Maschinen rund zehn Zentimeter unter der Erdoberfläche abgeschnitten, damit sich ein neuer Trieb bilden kann.
Noch bevor die Pflanzen austreiben, werden die hohen Drahtgerüste errichtet. Ein horizontaler Draht verläuft in rund sieben Meter Höhe. Von diesem werden vertikale Drähte zum Boden gespannt, an denen sich die Pflanze später hochranken kann.
Von den 40 bis 60 Trieben pro Stock werden alle bis auf drei weg geschnitten. Diese werden dann händisch um den Draht gewickelt, und zwar im Uhrzeigersinn.
Die Blütezeit beginnt im Juli und dauert etwa zehn Tage.
Ende August beginnt die Erntezeit, die rund drei Wochen dauert. Die Pflanzen werden unten am Rebstock abgeschnitten.
Am Hof werden dann die Dolden in eine rotierende Pflücktrommel geschoben und von der Pflanze getrennt.
Damit das volle Aroma erhalten bleibt und die Dolden nicht verderben, müssen sie rasch mit Heißluft getrocknet werden.
Hopfen ist nicht ewig lagerfähig. Auch unter idealen Lagerbedingungen halten gepresste Hopfendolden nicht länger als ein Jahr.
Für ein Bier wie das Reininghaus Jahrgangspils ist es aber wichtig, dass das ganze Jahr über (bis zur nächsten Ernte) Hopfen in gleich bleibender Qualität zu Verfügung steht. Deshalb werden die Hopfendolden sofort nach dem Pressen pelletiert.
Dabei wird der feine gelbe Staub aus den zuvor gekühlten Dolden geblasen, gesammelt und zu kleinen Röllchen (Pellets) gepresst und luftdicht verpackt. Somit kann Braumeister Dipl. Ing. Andreas Werner das ganze Jahr über das Reininghaus Jahrgangspils brauen.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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