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Aufgeschnitten & eingeschenkt: Flagge zeigen

12.12.2019

Zeigen wir doch, wie stark die Gemeinschaft der Köche und Köchinnen ist! Die weiße Jacke ist ein starkes Signal, das verbindet und weltweit als Erkennungsmerkmal des Kochs gesehen wird.

Mike Pansi

Die Hausaufgaben der Köche und der Branche wurden leider nicht gemacht – wenn wir schon bei den Schlagworten „Flexibilisierung der Arbeitszeiten“ und „Work-Life Balance“ sind. Wir Köche neigen gerne dazu, uns über Missstände lautstark aufzuregen, aber nichts dagegen zu tun. Leider ist es nicht die Qualität der Botschaft, die meist Gehör findet, sondern die Quantität der Stimmen – eben darum ist es so wichtig, dass möglichst viele Stimmen „freiwillig“ bei möglichst vielen Köchinnen, Köchen und Patissiers Österreichs um ihre „freiwillige“ Mitgliedschaft beim VKÖ werben.

Nichtsdestotrotz muss es unser Ziel als Verband sein, für die Zukunft unsere „Zukunftsträger“ – den Berufsnachwuchs – noch stärker in den Vordergrund zu stellen und unsere qualitative Stimme zu erheben. 
Es ist immer sehr schade, wenn der Frust der Köche so anwächst, dass man seinen Beruf, den man so liebte, mit so viel Passion und Engagement ausübte, hinschmeißt und sich Jobs widmet, die man früher nicht mal mit der Kneifzange angepackt hätte. Warum ist das so? Warum wählen wir dann eher einen Brötchenjob beim Paketservice oder am Fließband? Warum schaffen wir es nicht, uns der Anliegen der Branche anzunehmen, warum hören Unternehmer, Betriebe und Häuser nicht besser hin? 

Kurz vorm Hinschmeißen

Mittlerweile sind wir in der gesamten Branche so weit, dass wir vor dem Hinschmeißen sind, keine vernünftigen Mitarbeiter mehr finden, die das mit sich machen lassen, was früher als „harte und engagierte Pass-Sau“ gehandelt wurde ... 

Man war einst sogar stolz drauf, so viel leisten zu können, und dennoch hat man wohl auch selbst den Punkt und die Grenze verpasst, wo man hätte „Nein“ sagen sollen. Unmenschlich geht es zum Teil zu und von moderner Sklaverei ist die Rede. „Ja, verdienen kann man ja auch nichts“, „Hungerlohn“ „alles andere als fair bezahlt“, „Hotels, die es in der Saison als ganz selbstverständlich ansehen, dass Mitarbeiter 90-Stunden-Wochen haben“. Starker Tobak, und man denkt sich: Das ist ein „Mangelberuf“? 
 

Autor/in:
Mike Pansi
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