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Aufgespiesst

25.09.2014

Sehr geehrte Frau Direktor, sehr geehrter Hotelier!

Vergessene Gegenstände – bei jeder dritten Abreise bleibt erfahrungsgemäß etwas zurück – können zu einem peinlichen Problem werden. Nicht alle Gäste, die in trauter Zweisamkeit ihre Tage und Nächte bei Ihnen verbringt, sind auch im wirklichen Leben zusammen. Sie und ich kennen genügend Geschichten, die zu Ehekrisen geführt haben sollen, wenn unerwartet eine Rücksendung getätigt wird. In einem Vorzeige-Wellness-Betrieb in Bad Tatzmannsdorf hängt im Lift gut sichtbar eine Liste der am meisten vergessenen Gegenstände – ganz oben verschiedene Ladekabel, Bücher, Unterwäsche, Schmuck, Medikamente, aber auch Handys und Ähnliches. „Zurückgeschickt wird nur, wenn ich den Gast und seine Lebenssituation gut kenne“, sagt der Hotelier. Demnach ist ein besonders auffällig platzierter Hinweis im Zimmer oder an prominenter Stelle wohl die beste Lösung gegen allfällige Indiskretionen und schlechtes Gewissen. Das habe ich allerdings kaum noch gesehen.

 

Herzlichst, Ihre
Frau Naseweis

 

 

Frau Naseweis ist seit 40 Jahren
beruflich in Hotels unterwegs, in
kleinen und großen, nah und fern,
national und international. Alles,
was sie beschreibt, hat sie schon
erlebt – und das nicht nur einmal.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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