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Aufgespiesst!

02.10.2014

Sehr geehrte Frau Direktor, sehr geehrter Hotelier!
Besonders im Bereich Nasszelle fällt den Designern in Zusammenarbeit mit willfährigen Installateuren immer wieder Erstaunliches ein. Mitten im Zimmer steht eine Art Skulptur, eine muschelartig geformtes, in sich abgerundetes Nirosta-Waschbecken. Das Wasser schwabbt zwangsläufig immer über, der Gast steht immer im Feuchten, viele Handtücher werden am Boden ausgebreitet, der Albtraum jedes Zimmermädchens.
Oder das Badezimmer ist total schwarz gekachelt, die Spiegel getönt, die Beleuchtung schwach. Der Gast sieht quasi nichts. Nach Beschwerde der Hinweis, dass es doch einen Schminkspiegel auf dem Schreibtisch gäbe. Oder die Armaturen sind von selten gesehener Schlichtheit und Schönheit, allerdings nicht der geringste Hinweis, wie sie funktionieren könnten oder von woher das Wasser käme. Nach frustrierend langen Versuchen kommt die sicher brennheiße Dusche garantiert von dort, wo es wirklich nicht zu vermuten war. Leider dominiert bei vielen Designern das Credo: Form kommt vor Funktion – und das ist schlichtweg falsch.

 

Herzlichst, Ihre Frau Naseweis

 

Frau Naseweis ist seit 40 Jahren beruflich in Hotels unterwegs, in kleinen und großen, nah und fern, national und international. Alles, was sie beschreibt, hat sie schon erlebt – und das nicht nur einmal.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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