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Aufgespiesst

06.11.2014

Sehr geehrte Frau Direktor, sehr geehrter Hotelier!

Dieses – hoffentlich hochwertige – Stück Schokolade am Polster hab ich schon sehr gern. Wirklich in Erinnerung bleibt es allerdings nicht, es ist zu beiläufig. Die tägliche Blume – eine Vase sollte auch da sein, nichts ist frustrierender als welkende oder weggeworfene Blüten – erfreut schon viel mehr. Ein abendlich wechselndes Gute-Nacht-Gedicht versüßt die Träume. Wirklich beeindruckend und nachhaltig in Erinnerung geblieben sind mir andere Polster-Gaben. Das kleine, handgenähte Nadelkissen von der Seniorchefin des ländlichen Familienhotels. Das geflochtene Freundschaftsband vom Kindergarten nebenan, ich habe es, wie es sich gehört, bis zum Herunterfallen getragen. Irgendwo in einem Hotel in Schwarzafrika habe ich eine schmale Kette vorgefunden, verfertigt von einer Initiative einheimischer Frauen. Sie schmückte lange meinen Hals, und die Erinnerung an die mutigen Frauen hat meine Berichterstattung über dieses Land stark beeinflusst.

 

Ihre Frau Naseweis

 

Frau Naseweis ist seit 40 Jahren beruflich in Hotels unterwegs, in kleinen und großen, nah und fern, national und international. Alles, was sie beschreibt, hat sie schon erlebt – und das nicht nur einmal.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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