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Aufgespiesst

18.12.2014

Sehr geehrte Frau Direktor, sehr geehrter Hotelier!

Alleinreisende Frauen sind zwar eine begehrte Zielgruppe, aber der Umgang mit ihnen erfordert viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen. Sie wollen sicher kein Zimmer im hintersten Winkel des Flurs und keinen Bungalow im letzten Eck der Grünanlage. Sie wollen keinen Bademantel in Herrengröße und die zu großen Schlapfen. Sie wollen einen guten Tisch mit Überblick im Restaurant. Ob sie die gesamte Zeit allein bleiben wollen, ergibt sich meist von selbst. Sie mögen beispielsweise ein sündteures Modemagazin, eine kleine Flasche Sekt, ein paar Petit Fours oder ein liebevolles Blumengesteck am Zimmer. Sie haben gerne eine Vertrauensperson – der Concierge bietet sich dafür an –, aber in vielen Fällen ist das der Barmann, der durch seine berufsbedingte Menschenkenntnis immer wissen sollte, ob die Dame Gesellschaft haben will oder nicht. Ich reise viel allein und bin mit diesen beiden Ansprechpartnern schon immer sehr gut gefahren.

 

Herzlichst, Ihre Frau Naseweis

 

Frau Naseweis ist seit 40 Jahren beruflich in Hotels unterwegs, in kleinen und großen, nah und fern, national und international. Alles, was sie beschreibt, hat sie schon erlebt – und das nicht nur einmal.

Autor/in:
Redaktion.OEGZ
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